Am 15. November 2024, von 20:00 bis 23:00 Uhr, lässt das Polymnia Salonorchester die goldene Ära der 1920er und 1930er Jahre im Kulturboden in Lindenberg wieder aufleben. Das zwölfköpfige Ensemble spielt in der originalen „Berliner Besetzung“ und bringt die Rhythmen von Charleston, Foxtrott und die Tanzmusik der Roaring Twenties auf die Bühne.
Mit drei Saxophonen, drei Bläsern, Violine, Rhythmusgruppe und Refraingesang schafft das Orchester einen authentischen Klang dieser faszinierenden Epoche. Der Vokalist und Conférencier Michael Hane begleitet durch den Abend und verleiht der Performance mit Humor und Charme eine besondere Note. Das Orchester entführt das Publikum mit Witz und Eleganz in eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und lädt zu einem musikalischen "Tanz auf dem Vulkan" ein – ein Motto, das perfekt zu den Exzessen und der Lebensfreude der damaligen Ära passt.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung ist der elegante Auftritt der Musiker in historischer Garderobe. Gäste sind eingeladen, sich stilgerecht mit Federboas, Zylindern oder anderen Accessoires der Zeit zu kleiden, um das Flair der 1920er noch intensiver zu erleben.
Der Abend verspricht eine stilvolle und schwungvolle Hommage an eine unvergessliche Zeit der Musikgeschichte.
Ort: Kulturboden, Museumsplatz 1, 88161 Lindenberg
Eintritt: Informationen zu Tickets gibt es bei der Touristinformation Lindenberg unter 08381 92843 10 oder per E-Mail: touristinformation@lindenberg.de.
Veranstalter: Kultur & Tourismus Lindenberg.
Bild: Josephine Baker dancing the Charleston at the Folies-Bergère, Paris
Die Musik der 1920er und 1930er Jahre hat nicht nur eine bedeutende kulturelle, sondern auch eine politische Dimension. In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der politischen Instabilität dienten Charleston, Foxtrott und Co. nicht nur als Ausdruck von Lebensfreude, sondern auch als Flucht vor den Realitäten des aufkommenden Nationalsozialismus. Die Veranstaltung des Polymnia Salonorchesters erinnert nicht nur an eine vergangene Ära der Musikgeschichte, sondern wirft auch Fragen nach dem Umgang mit politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen auf. Wie können wir heute, in einer Zeit der zunehmenden Polarisierung und des erstarkenden Nationalismus, von den Erfahrungen der Vergangenheit lernen? Die musikalische Reise des Orchesters lädt dazu ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Musik als Ausdruck von Widerstand und Resilienz zu reflektieren.