Im Refektorium im Schloss Isny entfaltet sich am 24. Januar 2026 ab 19:00 Uhr ein Abend, der familiäre Erinnerungen, historische Brüche und persönliche Spurensuchen miteinander verknüpft 📚🎭. Das Schloss, seit Jahrhunderten ein markanter Punkt im Stadtbild, bietet mit seinen räumlichen Resonanzen einen Rahmen, der Zeitgeschichte und Gegenwart miteinander ins Gespräch bringt 🏰✨.
Im zweiten Abschnitt rückt Ella und Laura – von den Müttern unserer Väter in Isny in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung führt August Zirner und seine Tochter Ana zusammen, die in ihren Recherchen den Lebenswegen ihrer Großmütter folgen. Ihre Reise führt zurück nach Wien, in jene Zwischenjahre, die von gesellschaftlichen Spannungen, politischen Umbrüchen und dem nahenden Schatten der Weltkriege geprägt waren 🌍🕯️. Die beiden öffnen Einblicke in Biografien, die von Flucht, Vertreibung, Emigration und dem Gefühl eines lebenslangen Heimwehs bestimmt wurden.
Dieses genealogische Erzählen entfaltet sich im Veranstaltungsort Refektorium im Schloss Isny, einem Raum, der historischen Kontext mit kultureller Offenheit verbindet. Das Schloss selbst, topographisch wie historisch ein Zentrum der Stadt, trägt eine besondere Bedeutung für solche Erzählformen. Die Initiative der Stiftung, die seit 1999 den größten Teil des Gebäudes besitzt, hat den Ort durch vielfältige kulturelle Projekte belebt. Seit 2009 unterstützt ein Förderverein dieses Anliegen, das Ambiente des Schlosses für Kunst und gesellschaftliche Reflexion nutzbar zu machen 🎨🤝.
Der Abend lässt Geschichte nicht abstrakt erscheinen, sondern zeigt, wie sich politische Entwicklungen in individuellen Biografien einschreiben. Zirner und Ana legen frei, wie biografische Fragmente, Briefe oder Erinnerungen miteinander verwoben sind und dabei Erkenntnisse ermöglichen, die weit über familiäre Zusammenhänge hinausreichen 🔎🧩. Das Publikum erhält Einblick in Fragmente einer Zeit, deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart reichen.
In den Gesprächen entsteht eine Nähe, die sich aus dem Zusammenspiel persönlicher Erzählung und historischer Dimension ergibt. Die Veranstaltung lädt dazu ein, die Verflechtung von Herkunft und Identität neu zu betrachten. Damit passt sie in die Tradition des Schlosses, künstlerische Ereignisse mit gesellschaftlicher Bedeutung zu verbinden 🌿📜.
Organisatorisch bleibt der Rahmen klar strukturiert: Der Eintritt beträgt 30 Euro, Karten sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich, Kartenzahlung ist nicht möglich 💶🚪. Zugleich besteht die Möglichkeit, vorab Kartenwünsche an die Kunsthalle im Schloss Isny zu richten – entweder per E-Mail oder über den Anrufbeantworter. Für Fördermitglieder gilt die bekannte Ermäßigung, ein Hinweis, der den gewachsenen kulturellen Zusammenhang des Ortes widerspiegelt.
Ella und Laura – von den Müttern unserer Väter in Isny zeigt, wie Geschichte in einzelnen Lebenswegen greifbar wird. Der Abend verbindet intime Erzählung und historische Recherche zu einer Form des Erinnerns, die sensibel bleibt und gleichzeitig Orientierung bietet 🌙📖.
Kurzliste der Details 📄✨
• Datum: 24. Januar 2026
• Uhrzeit: 19:00 Uhr
• Veranstaltungsort: Refektorium im Schloss Isny
• Inhalt: Lesung und Gespräch mit August Zirner und Ana Zirner
• Eintritt: 30 € (Abendkasse, keine Kartenzahlung)
• Reservierung: Mail an info@kunsthalle-schloss-isny.de oder Anrufbeantworter 07562 914-100
• Ermäßigung: Für Fördermitglieder gültig
🎭📚🏰🌍🕯️🔎🧩💶✨🤝
Angesichts der aktuellen Debatten über Migration und Heimatlosigkeit bietet die Veranstaltung auch eine Plattform, um die emotionalen und psychologischen Auswirkungen von Flucht und Vertreibung zu erforschen. In einer Welt, die zunehmend von Mobilität und kulturellen Mischungen geprägt ist, stellt sich die Frage, wie wir mit den historischen Erfahrungen unserer Vorfahren umgehen und welche Lehren wir daraus für die Gegenwart ziehen können. Die Geschichten von August und Ana Zirner illustrieren, wie tief verwurzelt der Schmerz der Entwurzelung sein kann und wie er sich über Generationen hinweg auf die Identität auswirkt. Diese persönlichen Erkundungen eröffnen einen Dialog über Zugehörigkeit und Verlust, der gerade in Zeiten politischer Polarisierung von Bedeutung ist 🌍🕊️.
Darüber hinaus beleuchtet der Abend die Rolle der Kunst als Medium der Erinnerung und der Versöhnung. Durch das Verschmelzen von Literatur und Geschichte wird ein Raum geschaffen, in dem das Publikum eingeladen ist, sich mit der eigenen Herkunft auseinanderzusetzen und Verständnis für die Erfahrungen anderer zu entwickeln. Diese Form der kulturellen Reflexion fördert nicht nur Empathie, sondern stärkt auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem sie gemeinsame Werte hervorhebt und das Bewusstsein für die Vielfalt der menschlichen Geschichten schärft. Das Schloss Isny als Veranstaltungsort unterstreicht diese Verbindung von Kultur und Geschichte und wird so zu einem lebendigen Zeugnis der Möglichkeit, Vergangenes und Gegenwärtiges zu vereinen 🏰🎨.