Die Jahre zwischen 12 und 15 sind für Jungen eine besondere und oft herausfordernde Lebensphase. Der Körper verändert sich, die Stimme wird tiefer, Gefühle werden intensiver und der Wunsch nach Eigenständigkeit wächst. Gleichzeitig werden Beziehungen – auch zu Mädchen, zur Familie und zu sich selbst – komplexer. Viele Jungen spüren in dieser Zeit den inneren Übergang von der Kindheit hin zum Erwachsenwerden, ohne dafür klare Orientierung oder Rituale zu haben.
Die Phönixzeit setzt genau hier an. Sie ist ein bewährtes Übergangsritual für Jungen zwischen 12 und 15 Jahren, das ihnen einen geschützten Raum bietet, um sich bewusst mit diesem neuen Lebensabschnitt auseinanderzusetzen. In einer festen Gruppe von Gleichaltrigen bereiten sich die Jungen darauf vor, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und innere Stärke zu entwickeln. Begleitet werden sie dabei von erfahrenen erwachsenen Männern sowie einem selbst gewählten Paten, der den individuellen Übergang unterstützt.
Im Mittelpunkt der Phönixzeit stehen Naturerfahrung, Gemeinschaft und rituelle Elemente. Die Jungen setzen sich intensiv mit Themen wie Körper, Identität, Familie, Freundschaft und persönlicher Verantwortung auseinander. Ziel ist es, die Kindheit bewusst zu verabschieden und gestärkt, selbstbewusst und mit neuem Vertrauen in den Kreis der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgenommen zu werden.
Die Phönixzeit wird seit 2003 erfolgreich in der Nähe von Berlin durchgeführt, hat sich über die Jahre in verschiedenen Regionen Deutschlands etabliert und kommt 2026 erstmals ins Allgäu. Um dieses besondere Projekt vorzustellen, laden wir herzlich zu einem Filmabend ein, der Einblicke in Ablauf, Haltung und Wirkung der Phönixzeit gibt.
Der Filmabend richtet sich nicht nur an Jungen im passenden Alter, sondern ausdrücklich auch an Eltern, Familienangehörige sowie alle Interessierten, die sich für naturpädagogische Arbeit, Ritualarbeit und moderne Formen der Begleitung von Jugendlichen interessieren. Im Anschluss an den Film besteht Raum für Austausch, Fragen und Gespräche.
📋 Veranstaltungsdetails
-
🎬 Veranstaltung: Filmabend zur Phönixzeit
-
🔥 Thema: Übergangsritual für Jungs zwischen 12 und 15 Jahren
-
📅 Datum: Donnerstag, 29. Januar 2026
-
⏰ Beginn: 19:00 Uhr
-
📍 Ort: Kolping Akademie Füssen
Schrannengasse 7, 87629 Füssen -
👥 Zielgruppe:
-
Jungs zwischen 12 und 15 Jahren
-
Eltern und Familien
-
Pädagogisch und rituell Interessierte
-
-
📧 Kontakt:
Bastian Bißwanger
mail@bastianbisswanger.de -
🌐 Weitere Infos:
https://www.phoenixzeit-sued.de/
In einer Zeit, in der traditionelle Übergangsrituale zunehmend aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verschwinden, bietet die Phönixzeit eine wichtige Möglichkeit, diese Lücke zu füllen. Die Pubertät ist eine Phase intensiver Veränderungen, in der Jungen nicht nur körperlich, sondern auch emotional und sozial reifen. Ohne klare Orientierung und Unterstützung können diese Veränderungen überwältigend wirken. Die Phönixzeit schafft durch ihre rituelle Struktur nicht nur Raum für individuelle Reflexion, sondern fördert auch das Gemeinschaftsgefühl und den Austausch unter Gleichaltrigen. Dies ist besonders in einer Welt von Bedeutung, in der digitale Medien und soziale Netzwerke häufig die direkten zwischenmenschlichen Interaktionen ersetzen. Die Naturerfahrung, die Teil der Phönixzeit ist, ermöglicht es den Teilnehmern, sich von Ablenkungen zu lösen und sich selbst und ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen. 🌳
Darüber hinaus wirft die Veranstaltung wichtige Fragen über unsere gesellschaftlichen Werte und die Art und Weise auf, wie wir junge Menschen auf das Erwachsenenleben vorbereiten. Während die Schule oft den Fokus auf akademische Fähigkeiten legt, bietet die Phönixzeit eine ganzheitliche Herangehensweise, die emotionale Intelligenz und soziale Verantwortung in den Vordergrund stellt. Durch die Einbeziehung der Eltern und anderer Interessierter im Rahmen des Filmabends wird die Diskussion über die Bedeutung solcher Initiativen weiter in die Gemeinschaft getragen. So leistet die Phönixzeit nicht nur einen Beitrag zur individuellen Entwicklung, sondern stärkt auch das soziale Gefüge, indem sie den Generationendialog fördert und ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen und Chancen dieser Lebensphase schafft. 🔄