Literaturfestival Allgäu-Schwaben in Donauwörth

Mit „Ripper’s Daughters“ entführt Bestsellerautor Markus Heitz sein Publikum auf eine düstere, faszinierende Reise, in der Mystery und Geschichte auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen. Der Roman verbindet das viktorianische London des 19. Jahrhunderts mit einer spannungsgeladenen Handlung in der Gegenwart und spinnt einen ungewöhnlichen Mythos um eine der berüchtigtsten Figuren der Kriminalgeschichte: Jack the Ripper.

Im historischen Teil des Romans stehen Beth und Cassandra im Mittelpunkt. Ohne es zu ahnen, sind sie die Töchter von Jack the Ripper. Was wie ein schockierendes Geheimnis klingt, ist zugleich der Schlüssel zu ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten. Die beiden jungen Frauen besitzen übersinnliche Kräfte, die sie von anderen Menschen unterscheiden. Doch diese Gabe ist kein Geschenk ohne Gegenleistung. Jede Nutzung ihrer Fähigkeiten fordert einen hohen Preis, körperlich wie seelisch. Während sie versuchen, ihre Kräfte zu begreifen und zu kontrollieren, geraten sie in den Strudel einer gefährlichen Verschwörung. Schnell wird klar, dass ihre besonderen Talente dringend gebraucht werden, denn es geht um weit mehr als ihr eigenes Schicksal.

Parallel dazu entfaltet sich die Handlung in der Gegenwart. Ella lebt ein scheinbar normales Leben, bis sie von ihrer außergewöhnlichen Herkunft erfährt. Plötzlich wird sie mit einer Wahrheit konfrontiert, die alles infrage stellt, was sie bisher über sich selbst wusste. Ihre Tante in Leipzig übernimmt es, sie in eine seltsame, fordernde Ausbildung einzuführen. Schritt für Schritt lernt Ella, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen. Je tiefer sie in die Geheimnisse ihrer Familie eindringt, desto deutlicher wird, dass die Vergangenheit keineswegs abgeschlossen ist.

Ella entdeckt, dass sie vor einer gewaltigen Aufgabe steht: Sie muss eine drohende Katastrophe verhindern, an der Jack the Ripper im Jahr 1888 gescheitert ist. Seine Morde waren, so zeigt der Roman, nicht sinnlos, sondern Teil eines größeren, düsteren Plans. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Schuld und Verantwortung verschwimmen, während Ella versucht, das Erbe ihrer Blutlinie zu verstehen und zugleich ihren eigenen Weg zu finden. Vergangenheit und Gegenwart greifen immer stärker ineinander und treiben die Handlung auf ein dramatisches Finale zu.

Markus Heitz gelingt es, historische Fakten mit phantastischen Elementen zu verbinden und daraus eine packende Geschichte voller Geheimnisse, Spannung und moralischer Fragen zu formen. Geboren 1971, studierte er Germanistik und Geschichte und hat bislang über 60 Romane veröffentlicht. Mit der Bestsellerreihe „Die Zwerge“ gelang ihm der nationale und internationale Durchbruch. Es folgten zahlreiche erfolgreiche Thriller und Romane über Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, und seine Ideen scheinen unerschöpflich.

Tickets gibt es hier: https://lfas.de/tickets/

 

Foto: Manuel Gutjahr

Planet Allgäu empfiehlt diese Veranstaltung:

Warum übt die Figur des Jack the Ripper auch heute noch eine so ungebrochene Faszination aus? In einer Zeit, in der das Verbrechen zunehmend digital und global vernetzt ist, erinnert uns Markus Heitz' „Ripper’s Daughters“ an die schaurigen Ursprünge moderner Kriminalgeschichten. Der Roman lädt das Publikum ein, über die Grauzonen menschlicher Moral und die Ambivalenz von Gut und Böse nachzudenken. In einer Welt, die oft klare Schuldzuweisungen verlangt, zeigt Heitz, wie komplex und vielschichtig menschliche Entscheidungen sein können – besonders, wenn sie mit übernatürlichen Kräften verbunden sind. Die Charaktere in seinem Werk stehen vor der Herausforderung, ihre Fähigkeiten verantwortungsvoll einzusetzen, ein Thema, das sich nahtlos auf aktuelle Diskussionen über Macht und Verantwortung in der Gesellschaft übertragen lässt.

Die Erzählung über die Nachfahrinnen des Rippers wirft zudem Fragen nach Identität und Selbstbestimmung auf. In einer zunehmend individualisierten Gesellschaft, in der Herkunft und Familiengeschichte oft in den Hintergrund treten, konfrontiert uns der Roman mit der Macht der Vergangenheit. Ella, die Protagonistin der Gegenwart, steht stellvertretend für viele, die nach ihren Wurzeln suchen und sich gleichzeitig von ihnen lösen möchten, um einen eigenen Weg zu finden. Diese narrative Spannung spiegelt eine universelle menschliche Erfahrung wider und regt dazu an, über den Einfluss der Vergangenheit auf unsere Gegenwart und Zukunft nachzudenken. Heitz’ Werk bietet damit nicht nur packende Unterhaltung, sondern eröffnet auch einen Raum für Reflexion über grundlegende Fragen der menschlichen Existenz.

 
Nutzen Sie Fahrmob für Ihre Anreise zur Veranstaltung!
Ort:
Stadtbibliothek Donauwörth