Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Frauenbewegung weltweit und kann als die längste Gebetskette der Welt verstanden werden. Jedes Jahr verbinden sich Frauen aus über 120 Ländern im gemeinsamen Gebet, im Austausch und im Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität. Der Weltgebetstag richtet den Blick über nationale und konfessionelle Grenzen hinaus und macht globale Herausforderungen sichtbar, die Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen betreffen. Dabei stehen Stimmen im Mittelpunkt, die im Alltag häufig wenig Gehör finden.
Im Jahr 2026 wird der Weltgebetstag von Frauen aus Nigeria vorbereitet. Die Verfasserinnen der Liturgie laden dazu ein, sich mit den Belastungen des Lebens auseinanderzusetzen und zugleich nach Quellen der Hoffnung, der Stärkung und des Glaubens zu suchen. Nigeria ist ein Land von großer kultureller, religiöser und gesellschaftlicher Vielfalt, das zugleich von tiefgreifenden sozialen Spannungen, wirtschaftlichen Ungleichheiten und politischen Herausforderungen geprägt ist. Die Liturgie gibt Einblicke in die Lebensrealitäten von Frauen vor Ort und eröffnet neue Perspektiven auf Glauben, Gemeinschaft und Widerstandskraft.
Die ökumenischen Studientage zum Weltgebetstag 2026 bieten die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Herkunftsland der Liturgie, seinen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den theologischen Impulsen auseinanderzusetzen. Sie richten sich an Frauen und Männer, die sich für den Weltgebetstag interessieren, ihn aktiv vorbereiten oder ihr Wissen vertiefen möchten. Ziel der Studientage ist es, Hintergründe zu vermitteln, Zusammenhänge zu erläutern und Raum für Austausch und gemeinsames Lernen zu schaffen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Situation von Frauen in Nigeria. Themen wie Bildung, Gesundheit, religiöses Zusammenleben, politische Teilhabe und wirtschaftliche Herausforderungen werden aufgegriffen und in einen globalen Zusammenhang gestellt. Gleichzeitig wird deutlich, wie Frauen ihren Glauben leben, sich gegenseitig stärken und Hoffnung weitergeben. Die Studientage laden dazu ein, sich mit diesen Erfahrungen auseinanderzusetzen und Verbindungen zur eigenen Lebenswelt herzustellen.
Der Weltgebetstag versteht sich nicht nur als Gottesdienst, sondern als Bewegung, die zum Handeln ermutigt. In den Gottesdiensten ergreifen Frauen das Wort und teilen ihre Geschichten, ihre Sorgen und ihre Hoffnungen. Diese Stimmen stehen im Zentrum und prägen die liturgische Gestaltung. Die ökumenischen Studientage greifen diesen Ansatz auf und fördern das gemeinsame Nachdenken über Glauben, Gerechtigkeit und Verantwortung in einer globalisierten Welt.
Die Vorbereitungsseminare finden in Kooperation mit der katholischen Frauenseelsorge statt. Diese Zusammenarbeit unterstreicht den ökumenischen Charakter der Veranstaltung und ermöglicht eine vielfältige inhaltliche und methodische Gestaltung. Neben Vorträgen und Impulsen gibt es Raum für Gespräche, Gruppenarbeit und persönliche Reflexion. Ziel ist es, die Teilnehmenden gut auf die Gestaltung des Weltgebetstags 2026 vorzubereiten und ihnen zugleich neue Anregungen für ihr eigenes Engagement zu geben.
Veranstaltungsort ist das Gemeindehaus der St.-Mang-Kirche in Kempten im Allgäu. Das Gemeindehaus bietet einen geeigneten Rahmen für Begegnung, Austausch und gemeinsames Arbeiten. Die zentrale Lage ermöglicht eine gute Erreichbarkeit für Teilnehmende aus Kempten und der Region.
Eine Anmeldung zu den ökumenischen Studientagen ist erforderlich und bis zum 12. Januar 2026 möglich. Interessierte werden gebeten, sich rechtzeitig anzumelden, um eine gute Planung zu ermöglichen. Die Studientage richten sich an alle, die sich für den Weltgebetstag interessieren und sich intensiver mit den Themen und Impulsen des Weltgebetstags 2026 aus Nigeria auseinandersetzen möchten.
Ort: Gemeindehaus St.-Mang-Kirche Kempten, Reichsstraße 1, 87435 Kempten