Am Samstag, den 20. September, kehrt in Höfen ein bewährtes Stück Alpentradition ins Tal zurück: Bei der Schafschied an der Hahnenkammhalle in Höfen werden ab 9:30 Uhr rund 400 Schafe erwartet, die den Sommer über auf den Hochweiden verbracht haben. Dort haben sie sich eine schützende Wollschicht zugelegt – nun beginnt die Rückkehr in ihre angestammten Herden.
Die Veranstaltung folgt einem festen Ablauf, wie er in Tirol seit Generationen gepflegt wird: Nach der Ankunft im Tal werden die Tiere ihren Besitzern zugeordnet und im Anschluss geschoren. Die Schur markiert nicht nur den Übergang in die Herbstsaison, sondern gibt auch einen seltenen Einblick in eine traditionsreiche, regionale Landwirtschaftspraxis.
Für das leibliche Wohl sorgt der Schafzuchtverein Lechaschau – Wängle – Höfen, der die Veranstaltung auch organisiert. Regionale Speisen und Getränke stehen bereit, der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist die Hahnenkammhalle im Ortsteil Sändle – ein Ort, an dem bäuerliche Kultur, Gemeinschaft und gelebtes Brauchtum aufeinandertreffen.
Die Schafschied in Höfen ist nicht nur ein traditionelles Ritual, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der alpinen Landwirtschaft und des kulturellen Erbes. In einer Zeit, in der die Industrialisierung und Globalisierung viele traditionelle Praktiken bedrohen, ist es entscheidend, solche Veranstaltungen zu unterstützen und zu pflegen. Die Schafschied erinnert uns daran, wie eng Mensch und Tier, Natur und Kultur in den Alpen miteinander verbunden sind. Sie lädt dazu ein, über unsere Beziehung zur Umwelt und zur traditionellen Lebensweise nachzudenken und zu reflektieren. Darüber hinaus trägt sie zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bei und schafft eine Verbindung zwischen den Menschen, die an diesem Ereignis teilnehmen. Es ist wichtig, solche Bräuche zu bewahren und zu feiern, um die Vielfalt und Einzigartigkeit unserer Regionen zu erhalten. Die Schafschied in Höfen ist daher nicht nur ein Spektakel für die Sinne, sondern auch eine Quelle der Inspiration und des Zusammenhalts.