Sieben Künstlerinnen, unterschiedliche Bildsprachen und ein Titel, der bewusst Aufmerksamkeit erzeugt: Mit der Ausstellung WITCHES & BITCHES präsentiert das Museum für zeitgenössische Kunst in Ottobeuren vom 4. Juni bis 4. Oktober 2026 eine Gemeinschaftsausstellung anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig. Die Ausstellung versammelt Werke von Isabelle Dutoit, Nina K. Jurk, Marianna Krueger, Kathrin Landa, Alex Tennigkeit, Kathrin Thiele und Miriam Vlaming und eröffnet einen vielschichtigen Blick auf zeitgenössische Malerei. 🎨🖼️
Das MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig entstand aus einer konkreten Fragestellung heraus: Warum sind männliche Künstler in künstlerischen Gruppierungen und Netzwerken oft stärker sichtbar? Ausgehend von gemeinsamen Erfahrungen entwickelte sich über die Jahre eine professionelle Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung. Die Wurzeln des Netzwerks liegen in Leipzig, insbesondere im Umfeld der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Durch persönliche Verbindungen kamen später weitere Künstlerinnen aus Berlin hinzu. Heute verbindet das Netzwerk unterschiedliche Positionen, Arbeitsweisen und Generationen innerhalb eines gemeinsamen künstlerischen Dialogs. 🤝✨
WITCHES & BITCHES im Museum für zeitgenössische Kunst macht diese Vielfalt sichtbar. Die ausgestellten Werke folgen keinem einheitlichen Stil und keiner gemeinsamen Bildsprache. Stattdessen treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander: figurative Arbeiten stehen neben abstrakten Positionen, Landschaftsdarstellungen neben persönlichen und gesellschaftlichen Bildwelten. Gerade diese Unterschiedlichkeit prägt die Ausstellung und macht deutlich, wie vielfältig zeitgenössische Malerei heute sein kann. 🖌️🌈
Der Ausstellungstitel fungiert dabei als gedanklicher Rahmen und nicht als inhaltliche Vorgabe. Nicht jede Arbeit beschäftigt sich unmittelbar mit den Begriffen „Hexe“ oder „Bitch“. Vielmehr verweist der Titel auf historische und gesellschaftliche Zuschreibungen, die selbstbestimmten Frauen über Jahrhunderte hinweg begegnet sind. Begriffe, die einst zur Ausgrenzung, Verfolgung oder Abwertung dienten, werden hier als Ausgangspunkt für Fragen nach Sichtbarkeit, Rollenbildern und kulturellen Wahrnehmungen verstanden. 🔍👩🎨
WITCHES & BITCHES im Museum für zeitgenössische Kunst lädt deshalb nicht zu einer thematischen Illustration ein, sondern zu einer Auseinandersetzung mit unterschiedlichen künstlerischen Haltungen. Die Werke erzählen individuelle Geschichten, eröffnen eigene Bildräume und spiegeln persönliche wie gesellschaftliche Erfahrungen wider. Besucherinnen und Besucher können dabei verschiedene malerische Ansätze entdecken und die Spannbreite der beteiligten Positionen unmittelbar erleben. 🏛️💭
Ein besonderer Aspekt der Ausstellung ergibt sich aus ihrem Standort. Ottobeuren ist vor allem durch die imposante Basilika bekannt, deren barocke Architektur das Ortsbild prägt. In unmittelbarer Nähe dazu setzt das Museum für zeitgenössische Kunst einen bewusst gegenwartsbezogenen Akzent. Zwischen historischer Bildtradition und aktueller Kunst entsteht ein spannendes Spannungsfeld, das den Ausstellungsbesuch zusätzlich bereichert. ⛪🎨
Die Jubiläumsausstellung zeigt zugleich, wie wichtig Netzwerke innerhalb der Kunstwelt sein können. Während individuelle Positionen im Mittelpunkt stehen, verweist die gemeinsame Präsentation auf die Bedeutung von Austausch, Zusammenarbeit und gegenseitiger Sichtbarkeit. Die beteiligten Künstlerinnen eint nicht ein bestimmter Stil, sondern die gemeinsame Erfahrung eines über Jahre gewachsenen Netzwerks, das professionelle Verbindungen schafft und künstlerische Entwicklungen begleitet. 🌟🖌️
WITCHES & BITCHES im Museum für zeitgenössische Kunst bietet damit die Gelegenheit, sieben eigenständige künstlerische Handschriften kennenzulernen und zugleich einen Einblick in die Entwicklung eines Netzwerks zu erhalten, das seit einem Jahrzehnt den Austausch zwischen Künstlerinnen aus Leipzig und Berlin fördert. Wer sich für zeitgenössische Malerei, aktuelle Kunstdiskurse und unterschiedliche künstlerische Perspektiven interessiert, findet in Ottobeuren über mehrere Monate hinweg eine Ausstellung mit zahlreichen Anknüpfungspunkten für eigene Entdeckungen. 🖼️🌿🎭
🔎 Wichtige Infos auf einen Blick
📅 Was? Ausstellung „WITCHES & BITCHES“
🗓️ Wann? 4. Juni bis 4. Oktober 2026
⏰ Uhrzeit? Täglich von 12:00 bis 17:00 Uhr
📍 Wo? Museum für zeitgenössische Kunst, Marktplatz 14a, 87724 Ottobeuren
🎨 Künstlerinnen? Isabelle Dutoit, Nina K. Jurk, Marianna Krueger, Kathrin Landa, Alex Tennigkeit, Kathrin Thiele und Miriam Vlaming
🏛️ Anlass? Zehnjähriges Jubiläum des MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig
🖌️ Schwerpunkt? Zeitgenössische Malerei mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen
📧 Kontakt? museum@ottobeuren.de
📞 Telefon? 08332 7969890
🏢 Veranstalter? Museum für zeitgenössische Kunst
ℹ️ Besonderheit? Gemeinschaftsausstellung mit sieben Künstlerinnen aus dem Netzwerk Berlin-Leipzig und einem diskursiven Ausstellungsrahmen rund um Sichtbarkeit, Zuschreibungen und zeitgenössische Kunst.