Glück ist ein Begriff, der im Alltag selbstverständlich wirkt und zugleich schwer zu fassen bleibt. Er taucht in Glückwünschen auf, begleitet biografische Übergänge wie Geburt oder Heirat und steht sinnbildlich für Hoffnungen auf ein gelingendes Leben. Trotz seiner ständigen Präsenz bleibt offen, was Glück eigentlich ausmacht und ob es sich dauerhaft erreichen lässt. Zwischen persönlichen Erwartungen, gesellschaftlichen Leitbildern und religiösen Vorstellungen entfaltet sich ein Spannungsfeld, das seit Jahrhunderten beschäftigt. 🍀📖✨
Don’t worry – be happy! Glück in der Bibel in Sonthofen ist Teil des Sonthofer Religionsgesprächs und nimmt diese offene Suche nach Glück zum Ausgangspunkt. Die Veranstaltung ordnet individuelle Erfahrungen in größere Zusammenhänge ein und verbindet historische, gesellschaftliche und religiöse Perspektiven. Dabei geht es nicht um einfache Rezepte, sondern um ein differenziertes Nachdenken über Glück als Lebensfrage. Ort und Rahmen schaffen Raum für Konzentration, Zuhören und gedankliche Vertiefung. 🕊️🏛️
Die Suche nach Glück ist längst kein rein privates Thema mehr. Bereits 1776 wurde in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung das Streben nach Glück als zentrales Ziel formuliert. In Bhutan erklärte der König 1979 das Bruttonationalglück für wichtiger als das Bruttosozialprodukt. Auch Länder wie Neuseeland, Schottland, Wales und Australien orientieren sich inzwischen an diesem Ansatz. Der jährlich veröffentlichte World Happiness Report der Vereinten Nationen misst das Glücksempfinden in vielen Ländern und erstellt Ranglisten zur Lebenszufriedenheit. 🌍📊📚
Diese internationalen Vergleiche werfen grundlegende Fragen auf. Trotz steigenden Wohlstands sind Menschen in westlichen Gesellschaften in den vergangenen fünfzig Jahren kaum glücklicher geworden. Glück scheint weniger von materiellen Faktoren abzuhängen als von individueller Wahrnehmung, sozialen Beziehungen und dem kulturellen Umfeld. Gleichzeitig prägt eine Konsum- und Werbekultur den Alltag mit großen Glücksversprechen. Die individuelle Suche nach Glück wird damit zu einem zentralen Ziel, das nicht selten von hohen Erwartungen begleitet ist. 💭📰🔍
Das Sonthofer Religionsgespräch greift diese Entwicklungen auf und fragt nach Orientierung. Wie realistisch sind persönliche Glücksvorstellungen? Müssen Ansprüche überprüft oder neu justiert werden? Und welche Impulse liefern Philosophie, Bibel und Psychologie für ein gelingendes Leben? Die Veranstaltung versteht sich als offener Denkraum, in dem unterschiedliche Perspektiven nebeneinanderstehen dürfen. Gerade diese Vielstimmigkeit verleiht dem Abend seine Tiefe. 🧠📘✨
Im Mittelpunkt steht der Vortrag von Pater Dr. Jörg Müller, Theologe und Psychologe. Unter der Leitfrage „Wie werde ich glücklich?“ nähert er sich dem Thema aus einer Verbindung von seelsorglicher Erfahrung, theologischer Reflexion und psychologischer Praxis. Müller studierte Theologie, Philosophie, Pädagogik und klinische Psychologie, war unter anderem als Religionslehrer, Therapeut und Buchautor tätig und gründete therapeutische Einrichtungen für Menschen in seelischer Not. Seine langjährige Erfahrung prägt einen Blick, der Theorie und Lebenswirklichkeit zusammenführt. ✒️🧑🏫🕯️
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 12. März 2026, im Pfarrheim St. Michael in Sonthofen statt. Beginn ist um 19.30 Uhr, das Ende ist gegen 21.00 Uhr vorgesehen. Der Ort in der Kirchstraße bietet eine ruhige Atmosphäre, die dem Thema angemessen ist und einen konzentrierten Austausch ermöglicht. Die Veranstaltung richtet sich an ein interessiertes Publikum aus der Region, an kultur- und religionsinteressierte Menschen sowie an alle, die sich mit grundlegenden Fragen des Lebens auseinandersetzen möchten. 🤝🏠🕊️
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Als Teil des Sonthofer Religionsgesprächs versteht sich dieser Abend als Einladung zum Innehalten und Weiterdenken. Glück erscheint dabei nicht als fertige Antwort, sondern als Weg, der immer wieder neu befragt werden kann – im Gespräch, in der Reflexion und im eigenen Leben. ✨🍀📖
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