Ich, Akira im Kaminwerk Memmingen

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Ein sibirischer Husky übernimmt im Kaminwerk Memmingen die Perspektive auf ein schwieriges Thema: Das Theaterstück „Ich, Akira“ des Landestheaters Schwaben erzählt von Radikalisierung, Loyalität und persönlicher Verantwortung. Im Zentrum steht Akira, der Hund von Attila Hildmann – und die Frage, was geschieht, wenn ein geliebter Mensch immer weiter ins Extreme abdriftet. Die Produktion ist zwischen November 2026 und Mai 2027 mehrfach im Kaminwerk zu sehen. 🎭

Bei Ich, Akira im Kaminwerk Memmingen spricht nicht Attila Hildmann selbst, sondern sein Hund. Michael Naroditski schlüpft in die Rolle des sibirischen Huskys Akira und betrachtet die Entwicklung seines Herrchens aus einer ungewöhnlichen Position. Akira ist ihm verbunden, schließlich hat Hildmann ihn als Welpen aus dem Tierheim geholt und großgezogen. Aus dieser bedingungslosen Nähe entwickelt das Monologstück seinen zentralen Konflikt.

Attila Hildmann wurde zunächst als Autor veganer Kochbücher bekannt und radikalisierte sich später öffentlich. Das Bundesamt für Verfassungsschutz dokumentiert unter anderem antisemitische Agitation, Kontakte in rechtsextremistische Zusammenhänge, NS-Glorifizierung und Holocaust-Leugnung. Verfassungsschutz „Ich, Akira“ nähert sich dieser Entwicklung allerdings nicht als dokumentarischer Vortrag, sondern über die erfundene Stimme eines Hundes.

Gerade diese Perspektive verschiebt den Blick. Akira liebt seinen Menschen, während dessen Äußerungen und Weltbild zunehmend mit grundlegenden moralischen Fragen kollidieren. 🐕 Wie weit reicht Loyalität? Kann Nähe bestehen bleiben, wenn sich jemand radikalisiert? Und gibt es einen Punkt, an dem Schweigen oder bedingungslose Verbundenheit selbst zum Problem werden?

Das Stück von Noëlle Haeseling und Leo Meier verbindet diese Fragen mit Humor, ohne den politischen Hintergrund auszublenden. Die Veranstaltung konzentriert sich auf einen einzelnen Darsteller und eine klare erzählerische Perspektive. Statt Radikalisierung abstrakt zu behandeln, wird sie aus dem unmittelbaren Verhältnis zwischen Akira und seinem Herrchen betrachtet. Dadurch geht es ebenso um persönliche Bindung wie um Verantwortung gegenüber anderen.

Michael Naroditski trägt den Abend als Akira. 🎬 Der Hund wird damit zum Beobachter eines Menschen, dessen Entwicklung er zwar miterlebt, aber nicht einfach verstehen oder kontrollieren kann. Aus diesem Spannungsverhältnis entsteht ein Monolog über Zuneigung und Distanz, über die Grenzen von Loyalität und über die Frage, ob Verantwortung erst dort beginnt, wo jemand selbst handelt – oder bereits dort, wo problematische Entwicklungen erkannt werden.

Das Landestheater Schwaben bringt „Ich, Akira“ im Partyraum des Kaminwerks Memmingen auf die Bühne. Die Premiere ist laut Terminübersicht für Freitag, 20. November 2026, angesetzt. Danach folgen weitere Aufführungen im November und Dezember sowie Termine im Januar und Mai 2027. Damit bleibt die Produktion über mehrere Monate hinweg im Programm.

Für den Termin am Sonntag, 22. November 2026, nennt die Detailbeschreibung einen Einlass um 17:30 Uhr und einen Beginn um 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 23 Euro, ebenso ist für den Vorverkauf ein Preis von 23 Euro angegeben. Eine konkrete Höhe für den ermäßigten Eintritt ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt. 🎟️

Die Terminübersicht nennt insgesamt neun Aufführungen. Da die dort eingetragenen Zeitfenster nicht bei allen Terminen zusätzlich als Einlass- und Beginnzeiten erläutert werden, werden sie hier so wiedergegeben, wie sie in der Übersicht erscheinen:

  • 🎭 Freitag, 20. November 2026: 18:30–19:30 Uhr – Premiere
  • 📅 Sonntag, 22. November 2026: 17:30–18:30 Uhr; laut Detailbeschreibung Einlass 17:30 Uhr, Beginn 18:00 Uhr
  • 📅 Donnerstag, 26. November 2026: 18:30–19:30 Uhr
  • 📅 Mittwoch, 2. Dezember 2026: 18:30–19:30 Uhr
  • 📅 Mittwoch, 27. Januar 2027: 18:30–19:30 Uhr
  • 📅 Donnerstag, 28. Januar 2027: 18:30–19:30 Uhr
  • 📅 Sonntag, 31. Januar 2027: 17:30–18:30 Uhr
  • 📅 Freitag, 7. Mai 2027: 17:30–18:30 Uhr
  • 📅 Mittwoch, 12. Mai 2027: 17:30–18:30 Uhr

Veranstaltungsort ist das Kaminwerk – Kulturzentrum Memmingen e.V. in der Anschützstraße 1. Veranstalter ist ebenfalls das Kaminwerk. Für organisatorische Fragen stehen die E-Mail-Adresse info@kaminwerk.de und die Telefonnummer 08331/991199 zur Verfügung. Weitere Informationen sind über www.kaminwerk.de erhältlich.

„Ich, Akira“ setzt damit auf einen ungewöhnlichen erzählerischen Zugang zu einem ernsten gesellschaftlichen Thema. 🐾 Statt die Geschichte ausschließlich aus menschlicher Sicht zu erzählen, bekommt ausgerechnet der Hund die Stimme. Zwischen Liebe, Ratlosigkeit und Verantwortung entsteht so ein Theaterabend, der danach fragt, wie Menschen mit Radikalisierung im eigenen Umfeld umgehen – und wo persönliche Verbundenheit an ihre Grenzen gerät.

🔎 Wichtige Infos auf einen Blick

🎭 Was? „Ich, Akira“ – Monologstück des Landestheaters Schwaben
📍 Wo? Kaminwerk, Anschützstraße 1, Memmingen
✍️ Autor:innen: Noëlle Haeseling und Leo Meier
🎬 Darsteller: Michael Naroditski als Akira
🐕 Themen: Radikalisierung, Loyalität und persönliche Verantwortung
📅 Spielzeit: November 2026 bis Mai 2027
🎟️ Eintritt: 23 Euro
🎫 Vorverkauf: 23 Euro
🏛️ Veranstalter: Kaminwerk – Kulturzentrum Memmingen e.V.
✉️ Kontakt: info@kaminwerk.de
☎️ Telefon: 08331/991199
🌐 Mehr Infos: https://www.kaminwerk.de

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Ort:
Kaminwerk, Memmingen