Kollaborative Lesung im Kunsthaus Kaufbeuren

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Landwirtschaft, Arbeitswelten und Kulturlandschaften im Allgäu stehen am Freitag, 9. Oktober 2026, im Kunsthaus Kaufbeuren im Mittelpunkt. Von 19 bis 20:30 Uhr treffen dort Lesung, Gespräch und gemeinsame Textarbeit aufeinander. Ausgangspunkt ist Nicola Reiters Installation „Aftərmähdag“, in der sie sich mit landwirtschaftlicher Arbeit, ihrem Wandel und dem Verhältnis zwischen Menschen, Nutztieren und Landschaft auseinandersetzt.

Die Kollaborative Lesung im Kunsthaus Kaufbeuren ist dabei bewusst mehr als eine klassische Autorenlesung. 📖 Gemeinsam werden Auszüge aus Reiters „Journal“ gelesen, in dem die Künstlerin Beobachtungen und Gesprächsnotizen aus ihrer Recherche zusammenfasst. Das Publikum begegnet damit Texten, die unmittelbar mit einer künstlerischen Untersuchung der Landwirtschaft im Allgäu verbunden sind.

„Aftərmähdag“ beschäftigt sich mit Strukturen, Bedingungen und Veränderungen landwirtschaftlicher Arbeit. 🌾 Nicola Reiter richtet ihren Blick zugleich auf das Verhältnis von Menschen, Nutztieren und den Kulturlandschaften, die durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt werden. Die Installation verbindet dafür unterschiedliche Materialien und Medien miteinander.

Zu sehen sind Fotografien und Interviews mit Landwirtinnen und Landwirten ebenso wie ein Recherchetisch. Hinzu kommen Reiters eigene Texte, die in Form des Journals zusammengetragen wurden. 📝 Dadurch entsteht keine rein dokumentarische Ausstellung, sondern eine Verbindung aus Recherche, persönlicher Beobachtung und künstlerischer Verarbeitung.

Im Rahmen des Tischgesprächs werden zunächst Ausschnitte aus diesem Journal gelesen. Anschließend spricht der Kurator und Verleger Florian Wüst mit Nicola Reiter über ihren künstlerisch-forschenden Ansatz. 🎙️ Dabei geht es darum, wie sich Recherche und Kunst miteinander verbinden lassen und auf welche Weise landwirtschaftliche Veränderungen in einer Ausstellung sichtbar beziehungsweise lesbar werden können.

Das Gespräch bleibt jedoch nicht auf die beiden Beteiligten beschränkt. Weitere Textstücke aus Literatur, Kunst und Film sollen gemeinsam gelesen und diskutiert werden. 📚 Im Mittelpunkt steht dabei die Darstellung sich verändernder Arbeitswirklichkeiten sowie gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen der Landwirtschaft seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Gerade diese Kombination macht den Abend zu einem offenen Format zwischen Kunstvermittlung, Lesung und Diskussion. Unterschiedliche Texte werden nicht nur präsentiert, sondern miteinander in Beziehung gesetzt. 💬 So können Fragen entstehen, die über einzelne Werke hinausreichen: Wie verändert sich landwirtschaftliche Arbeit? Welche Bilder prägen den Blick auf Höfe und Kulturlandschaften? Und wie lassen sich solche Entwicklungen künstlerisch darstellen?

Nicola Reiter wurde 1975 in Kempten im Allgäu geboren und lebt seit 2016 in Betzigau bei Kempten. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 2005 arbeitet sie freiberuflich als Buchgestalterin und Grafikdesignerin sowie an freien künstlerischen Projekten, die sie als Installationen und Rauminszenierungen ausstellt und auch in Buchform publiziert.

Ihr Zugang zu „Aftərmähdag“ verbindet damit mehrere Arbeitsbereiche. Fotografien stehen neben Interviews, Recherchematerial neben selbst verfassten Texten. 🖼️ Diese Vielstimmigkeit ermöglicht unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema, das für das Allgäu unmittelbar mit Landschaft, Wirtschaft und gesellschaftlichem Wandel verbunden ist.

Florian Wüst, Jahrgang 1970, wurde in München geboren und lebt in Berlin. Er arbeitet freischaffend als Filmkurator, Künstler, Verleger und Dozent. 🎬 Wüst kuratiert Filmprogramme und Ausstellungen für internationale Kunstinstitutionen, Kinos und Festivals und schreibt zu Fragen rund um Film und Gesellschaft. Zudem gehört er zu den Mitgründern der „Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt“.

Bei der Veranstaltung übernimmt Wüst nicht lediglich die Rolle eines Moderators. Sein Hintergrund als Kurator und Verleger fließt in das Gespräch über Reiters Arbeitsweise und über die ausgewählten Texte ein. Dadurch erhält der Abend eine zusätzliche Perspektive auf das Verhältnis von künstlerischer Darstellung, gesellschaftlicher Realität und Recherche.

Nach der gemeinsamen Lektüre und Diskussion endet der Austausch nicht sofort. 🧀 Bei Brot und Käse wird das Gespräch am Tisch fortgeführt. Dieser offene Ausklang gehört ausdrücklich zum Konzept des Abends und schafft Raum für weitere Gedanken und persönliche Gespräche.

Auch die Installation „Aftərmähdag“ selbst kann in den Abend einbezogen werden. Sie ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet, sodass sich Texte und Gespräch direkt mit den ausgestellten Arbeiten verbinden lassen. 🔎 Wer die Installation bereits kennt, kann einzelne Aspekte nach dem Tischgespräch möglicherweise neu betrachten; wer sie erstmals besucht, kann Ausstellung und Lesung miteinander kombinieren.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Für die Teilnahme wird jedoch um Anmeldung bis zum 6. Oktober gebeten. ✉️ Diese erfolgt per E-Mail direkt beim Kunsthaus Kaufbeuren unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de.

Das Kunsthaus Kaufbeuren am Spitaltor 2 bietet damit einen Abend, der künstlerische Recherche und gemeinsames Nachdenken eng miteinander verbindet. Statt einer feststehenden Interpretation steht der Austausch über Landwirtschaft, Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Veränderungen im Vordergrund. 🌿 Die Veranstaltung macht sichtbar, wie Kunst zum Ausgangspunkt für Gespräche über regionale Lebens- und Arbeitswelten werden kann.

🔎 Wichtige Infos auf einen Blick

  • 📖 Was? Kollaborative Lesung und Tischgespräch zu „Aftərmähdag“
  • 📅 Wann? Freitag, 9. Oktober 2026
  • 🕖 Uhrzeit: 19 bis 20:30 Uhr
  • 📍 Wo? Kunsthaus Kaufbeuren, Spitaltor 2, Kaufbeuren
  • 🌾 Thema: Landwirtschaftliche Arbeit im Allgäu, Kulturlandschaften und gesellschaftlicher Wandel
  • 👥 Mitwirkende: Nicola Reiter und Florian Wüst
  • 📝 Programm: Lesung aus Reiters Journal, Gespräch und gemeinsame Lektüre weiterer Texte aus Literatur, Kunst und Film
  • 🖼️ Besonderheit: Die Installation „Aftərmähdag“ ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet
  • 🧀 Ausklang: Weiteres Gespräch bei Brot und Käse
  • 🎟️ Eintritt: frei
  • ✉️ Anmeldung: erbeten bis 6. Oktober unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de
  • 🏢 Veranstalter: Kunsthaus Kaufbeuren
  • ☎️ Kontakt: 08341 8644
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Ort:
Kunsthaus Kaufbeuren