„Plastica Oceania“ in der Galerie Oberstdorf

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Plastik im Ozean – ein Thema von globaler Dringlichkeit und künstlerischer Vielstimmigkeit. Die Ausstellung „Plastica Oceania“, vom 9. bis 24. August 2025 täglich von 14 bis 18 Uhr in der Galerie Oberstdorf zu sehen, bringt sieben künstlerische Positionen aus Fotografie, Malerei, Objektkunst und Augmented Reality zusammen. Die Beiträge stammen von Tamiko Thiel, Andreas Claviez, Max Brunner, Thaddäus Müller, Lucie Sommer-Leix, Magdalena Nothaft sowie weiteren Allgäuer Künstlerinnen und Künstlern.

Die international renommierte Digitalkünstlerin Tamiko Thiel, gebürtige Amerikanerin mit Wohnsitz in München, setzt sich in ihren immersiven Arbeiten seit Jahren mit Raum, Körper und Umwelt auseinander. Ihre VR- und AR-Projekte befinden sich in Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York. In „Plastica Oceania“ lässt sie das Publikum in eine Unterwasserwelt eintauchen, die durch erweiterte Realität (Augmented Reality) erfahrbar wird – ästhetisch verdichtet, technisch avanciert, inhaltlich eindringlich.
www.tamikothiel.com

Max Brunner zeigt Aquarelle, die auf Reisen in tropische Regionen wie Tahiti oder die Malediven entstanden. Seine Motive verdichten persönliche Erfahrung und Naturbeobachtung – ein künstlerischer Blick auf die Schönheit der Meere, oft gemeinsam mit Magdalena Nothaft entwickelt.

Thaddäus Müller nähert sich dem Thema aus einer anderen Richtung: Für ihn ist das fotografische Bild auch Ergebnis einer Aktion. In einer Sammelaktion macht er nahezu unsichtbaren Müll sichtbar – alltäglicher Abfall, der sich der Wahrnehmung oft entzieht. Müll wird hier nicht nur dokumentiert, sondern in seiner verdrängten Präsenz künstlerisch reflektiert.
www.illos.eu

Andreas Claviez (1955–2024) war Maler und Musiker. Seine Werke verbinden expressive Farbwelten mit Erfahrungen von Natur, Musik und Erinnerung. Ausgehend von naturalistischer Malerei entwickelte er in seinen späten Arbeiten abstrahierte Seelenlandschaften – aufgewühlte Meere, Eisformationen, Flusslandschaften, voller innerer Bewegung.
www.andreas-claviez.de

Magdalena Nothaft, die auch als Galerieleiterin fungiert, zeigt Collagen und Keramikskulpturen, die das Thema sowohl materiell als auch symbolisch fassen. Ihre künstlerische Sprache changiert zwischen Figur und Fragment, zwischen Alltagsfundstück und emotionaler Verdichtung.
www.sunshine-art.de

Die renommierte Allgäuer Künstlerin Lucie Sommer-Leix beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema Müll. In „Plastica Oceania“ zeigt sie aus Plastikmüll gefertigte Objekte, die zwischen Kritik und Kunstform oszillieren – pointiert, plastisch, provozierend.
www.art-sommerlicht.de

Die Ausstellung reflektiert nicht nur Umweltzerstörung, sondern auch unsere Wahrnehmung und ästhetische Auseinandersetzung mit dem Anthropozän. Klassische und digitale Medien stehen gleichwertig nebeneinander. Die Beiträge eröffnen überraschende Perspektiven und fordern zur Reflexion über Konsum, Schönheit, Verantwortung und Vergänglichkeit auf.

Veranstaltungsort ist die Galerie Oberstdorf, gelegen im über 400 Jahre alten Trettachhäusl, direkt neben der Talstation der Nebelhornbahn. Die denkmalgeschützte Produzentengalerie wird von Magdalena Nothaft kuratiert und bietet Raum für Ausstellungen mit zeitgenössischem Anspruch. Persönlicher Austausch mit den Kunstschaffenden und die Förderung junger Positionen sind integraler Bestandteil des Konzepts.

Adresse: Galerie Oberstdorf, Oststraße 39, 87561 Oberstdorf
Weitere Informationen: www.galerie-oberstdorf.de | www.sunshine-art.de
Mitfahrgelegenheiten für eine nachhaltige Anreise: https://www.fahrmob.eco

Bild: Max Brunner

Planet Allgäu empfiehlt diese Veranstaltung:

Die Ausstellung „Plastica Oceania“ in der Galerie Oberstdorf bringt nicht nur die drängende Problematik von Plastik im Ozean zur Sprache, sondern regt auch dazu an, unsere eigene Rolle in dieser Umweltkrise zu reflektieren. Die verschiedenen künstlerischen Positionen bieten nicht nur ästhetische Einblicke in die Schönheit der Meere, sondern fordern auch dazu auf, unseren Konsum und unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt zu überdenken. Durch die vielfältigen Medien und Perspektiven der Künstlerinnen und Künstler wird deutlich, dass Umweltschutz kein isoliertes Thema ist, sondern uns alle betrifft und uns dazu bewegen sollte, aktiv etwas zu verändern.

Die Ausstellung lädt dazu ein, nicht nur passiv Kunst zu konsumieren, sondern sich aktiv mit den Werken auseinanderzusetzen und möglicherweise auch eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen. Durch die Verbindung von Kunst und Umweltschutz wird deutlich, dass diese Themen untrennbar miteinander verbunden sind und dass Kunst eine wichtige Rolle dabei spielen kann, gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen und Bewusstsein zu schaffen. In einer Zeit, in der Umweltthemen immer präsenter werden, bietet „Plastica Oceania“ somit einen wichtigen Beitrag zum öffentlichen Diskurs und zur Sensibilisierung für Umweltfragen.

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Ort:
Galerie Oberstdorf im Trettachhäusle