Die Autorin, Wanderführerin und Weitwanderin Nina Rühlig lädt am Freitag, 16. Januar 2026, zu einem eindrucksvollen Reisevortrag nach Waltenhofen ein. Unter dem Titel „Wenn Sie den Bären sehen, schließen Sie bitte die Tür“ berichtet sie von einer außergewöhnlichen siebenwöchigen Solo-Wanderung über den französischen Fernwanderweg GR 10 – vom Baskenland bis an die Mittelmeerküste. In eindrucksvollen Bildern und persönlichen Erzählungen nimmt sie das Publikum mit auf eine Reise über 930 Kilometer, quer durch die Pyrenäen, vom Atlantik bis zum Mittelmeer. Der Vortrag vermittelt nicht nur landschaftliche Schönheit, sondern auch Einblicke in das einfache Leben unterwegs, mentale Herausforderungen, Begegnungen mit Menschen und Tieren sowie die Kraft der Reduktion auf das Wesentliche.
Nina Rühlig startete ihre Wanderung im baskischen Hendaye an der Atlantikküste und folgte dem GR 10 bis nach Banyuls-sur-Mer im Süden Frankreichs. Auf dem Weg bewältigte sie rund 55.000 Höhenmeter – auf und ab, bei Hitze, Gewittern, Sonne und Wind. Mit Rucksack und Zelt, fernab von Komfort und Alltag, wurde jeder Tag zu einer neuen Erfahrung. Der Vortrag erzählt von langen Anstiegen, einsamen Hochlagen, einfachen Unterkünften, unerwarteten Begegnungen und Momenten der Stille, in denen Zeit eine andere Bedeutung bekommt.
Neben der körperlichen Herausforderung steht vor allem das Unterwegssein allein im Mittelpunkt. Nina Rühlig schildert, wie sich Wahrnehmung, Gedanken und Prioritäten verändern, wenn man sich über Wochen auf das reduziert, was in einen Wanderrucksack passt. Sie berichtet vom Leben im Rhythmus der Natur, vom Vertrauen in den eigenen Körper und von der inneren Ruhe, die sich einstellt, wenn äußere Ablenkungen verschwinden. Der Titel des Vortrags ist dabei sinnbildlich für die kleinen und großen Überraschungen, die eine solche Reise bereithält – humorvoll, nachdenklich und ehrlich zugleich.
Der Vortrag ist zugleich inspirierend und praxisnah. Nina Rühlig teilt ihre Erfahrungen nicht nur als Reisende, sondern auch als Autorin mehrerer Wanderführer und als Referentin, die Seminare zu Ausrüstung, Organisation und Vorbereitung von Mehrtagestouren gibt. So richtet sich der Abend sowohl an erfahrene Wander:innen als auch an Menschen, die vielleicht erstmals mit dem Gedanken spielen, sich auf eine längere Tour einzulassen – oder einfach Lust haben, für zwei Stunden in eine andere Welt einzutauchen.
Besonders ist auch der soziale Gedanke hinter der Reise: Die Wanderung erfolgte zugunsten von drei verschiedenen sozialen Einrichtungen, was dem Projekt eine zusätzliche Tiefe verleiht. Der Vortrag macht Mut, eigene Wege zu gehen, Neues auszuprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln – unabhängig davon, ob diese Wege durch Hochgebirge oder durch den Alltag führen.
Kurzliste – alle wichtigen Informationen
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Titel: Wenn Sie den Bären sehen, schließen Sie bitte die Tür
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Art: Reise- & Bildvortrag
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Referentin: Nina Rühlig (Autorin & Wanderführerin)
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Datum: Freitag, 16. Januar 2026
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Einlass: ab 18:00 Uhr
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Beginn: 19:00 Uhr
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Ende: ca. 21:00 Uhr
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Ort: Bahnhof der IG OMa
Oberdorfer Bahnhofstraße 7, 87448 Waltenhofen -
Strecke: GR 10 – von Hendaye bis Banyuls-sur-Mer
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Distanz: ca. 930 km, ca. 55.000 Höhenmeter
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Eintritt: frei
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Kategorie: Bildung / Erfahrung / Reise
Anmeldung & weitere Infos
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📝 Anmeldung:
👉 https://ig-oma.dein-ticket.shop
Warum zieht es immer mehr Menschen in die Einsamkeit der Natur, weg von der hektischen Betriebsamkeit des modernen Lebens? In einer Zeit, in der Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit den Alltag prägen, bietet Nina Rühligs Vortrag einen erfrischenden Kontrapunkt. Die Entscheidung, den GR 10 alleine zu bewältigen, ist mehr als eine sportliche Herausforderung; sie ist ein Akt der Selbstfindung und Entschleunigung. Rühligs Erlebnisse auf dem Fernwanderweg spiegeln die Sehnsucht vieler wider, wieder in Einklang mit der natürlichen Welt zu kommen und den eigenen inneren Kompass zu justieren. Die Erfahrungen, die sie teilt, werfen ein Licht auf die Bedeutung von Achtsamkeit und Selbstreflexion in einer überreizten Gesellschaft.
Darüber hinaus zeigt der Vortrag, wie individuelle Abenteuer zu kollektiven Geschichten werden können, die Gemeinschaften inspirieren und verbinden. Rühligs Unterstützung sozialer Projekte durch ihre Wanderung bringt eine soziale Dimension in ihr persönliches Abenteuer. Sie erinnert daran, dass Reisen nicht nur der Selbstbereicherung dienen, sondern auch der sozialen Verantwortung. Diese Perspektive könnte besonders junge Menschen motivieren, ihre Abenteuerlust mit einem Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit zu verbinden. Rühligs Erzählungen schlagen eine Brücke zwischen individueller Erfahrung und gesellschaftlichem Engagement und laden das Publikum ein, über die eigenen Möglichkeiten nachzudenken, positive Veränderungen in der Welt zu bewirken. 🏞️✨