Talk mit Elke Dreier und Dr. Lisa Moravec in Kempten

Talk mit der Künstlerin Elke Dreier und der Autorin und Kuratorin Dr. Lisa Moravec - kostenfrei

Im Rahmen der Ausstellung „Movement (of) In-Between Forms“ von Elke Dreier lädt die Kunsthalle Kempten am Sonntag, den 4. Januar 2026, um 15 Uhr zu einem Künstlerinnengespräch mit der Künstlerin und der Kulturtheoretikerin Dr. Lisa Moravec ein. Das Gespräch bietet die Gelegenheit, zentrale Gedanken, Konzepte und künstlerische Prozesse der Ausstellung gemeinsam mit der Künstlerin zu vertiefen und aus verschiedenen theoretischen Perspektiven zu betrachten.

Dr. Lisa Moravec beschäftigt sich in ihrer Forschung mit interdisziplinären Formen zeitgenössischer Performance in der bildenden wie auch der darstellenden Kunst. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf den Überschneidungen zwischen menschlichen, tierlichen und maschinellen Akteurinnen und Akteuren sowie den Differenzen, die sich aus diesen Grenzbereichen ergeben. Ihre wissenschaftliche Perspektive bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Körperlichkeit, Wahrnehmung, technologischen Entwicklungen und posthumanistischen Fragestellungen.

Aktuell ist Moravec senior postdoc an der Akademie der Bildenden Künste Wien, wo sie das FWF-Projekt „The Performance of Critique: AI, Bodily Intelligence, and Posthumanist Aesthetics“ leitet. In diesem Forschungszusammenhang untersucht sie die Rolle von Kritik im Zeitalter künstlicher und verkörperter Intelligenzen sowie die ästhetischen Dynamiken, die sich aus veränderten Mensch-Maschine-Verhältnissen ergeben.

Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist Moravec auch kuratorisch tätig. Sie initiierte unter anderem die Ausstellung „Suddenly Begin in Splendour: Rose English, Performance, Presence, Spectacle“, die von Juli 2024 bis Mai 2025 im Museum der Moderne in Salzburg präsentiert wurde. Das Projekt umfasste ein umfangreiches Performance-Programm und widmete sich der britischen Performance-Künstlerin Rose English, deren Werk zwischen Spektakel, Körperlichkeit und poetischer Präsenz changiert.

Moravec publiziert regelmäßig Essays und Aufsätze in renommierten Kunst- und Theoriezeitschriften wie springerin, Texte zur Kunst und Spike. 2024 erschien zudem ihr Buch „Dressaged Animality: Human and Animal Actors in Contemporary Performance“ bei Routledge in Großbritannien. Die Studie beleuchtet das Zusammenspiel von menschlichen und tierlichen Körpern im Kontext zeitgenössischer Performanceformen und hinterfragt dabei etablierte Hierarchien und anthropozentrische Perspektiven.

Das Künstlerinnengespräch bietet eine seltene Gelegenheit, die Werke von Elke Dreier im Austausch mit einer der profiliertesten Stimmen der Performanceforschung zu betrachten. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in künstlerische Prozesse, theoretische Hintergründe und die Bedeutung von Bewegung, Wahrnehmung und Zwischenräumen in Dreiers Werk. Gleichzeitig öffnet das Gespräch einen Diskursraum, in dem körperliche und mediale Interaktionen neu gedacht werden können.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 
 
 
Planet Allgäu empfiehlt diese Veranstaltung:

In einer Welt, die zunehmend von technologischen Veränderungen geprägt ist, wird die Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel von Mensch, Maschine und Tier zu einer zentralen Fragestellung unserer Zeit. Die Ausstellung „Movement (of) In-Between Forms“ von Elke Dreier und das begleitende Gespräch mit Dr. Lisa Moravec bieten eine Plattform, um diese Thematik aus einer künstlerischen Perspektive zu beleuchten. Dreiers Werke, die sich mit Bewegung und Zwischenräumen beschäftigen, fordern das Publikum auf, über die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung hinauszudenken und die Rolle des Körpers in einer digital vernetzten Welt zu hinterfragen. Moravecs Forschung zur Rolle von Kritik im Zeitalter künstlicher Intelligenz und verkörperter Intelligenzen ergänzt diese künstlerischen Ansätze und bietet neue Blickwinkel auf die Dynamiken zwischen Körper und Technologie. 🤖

Diese Veranstaltung öffnet nicht nur einen Diskurs darüber, wie wir als Gesellschaft mit den Herausforderungen der Digitalisierung umgehen, sondern auch darüber, wie wir unsere Beziehungen zu nicht-menschlichen Akteuren neu definieren können. Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft ermöglicht es, komplexe Themen auf eine zugängliche Weise zu diskutieren und regt dazu an, etablierte Hierarchien zu überdenken. In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen soziale Strukturen und individuelle Identitäten neu formen, bietet dieser Dialog wichtige Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Reflexion über zukünftige Interaktionsformen. Das Künstlerinnengespräch lädt dazu ein, sich aktiv mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und neue Wege der Wahrnehmung und des Verstehens zu erkunden. 🌐

 
Nutzen Sie Fahrmob für Ihre Anreise zur Veranstaltung!
Ort:
Kunsthalle Kempten