Wie sieht medizinische Hilfe dort aus, wo Armut, Hunger, Krieg und fehlende Infrastruktur den Alltag bestimmen? Antworten auf diese Frage gibt eine besondere Live-Veranstaltung am Mittwoch, den 4. März 2026, in Kempten. Unter dem Titel „Als Ärztin in Madagaskar und im Südsudan“ berichtet eine Medizinerin von ihren Einsätzen für Ärzte ohne Grenzen und gibt eindrucksvolle Einblicke in die Realität humanitärer Hilfe in Krisenregionen. 🌍
Im Mittelpunkt des Abends steht die persönliche Erfahrung von Dr. Amy Neumann-Volmer, die über ihre Arbeit in Madagaskar und im Südsudan spricht. Sie schildert, was es bedeutet, als Ärztin unter extremen Bedingungen zu arbeiten, Entscheidungen unter Zeitdruck zu treffen und Menschen zu behandeln, die oft keinen Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung haben. Dabei geht es nicht um abstrakte Zahlen, sondern um konkrete Begegnungen, Schicksale und Herausforderungen, die den Alltag in den Einsatzgebieten prägen. 🩺
Besonders eindrücklich sind ihre Berichte aus Ambovombe im Süden Madagaskars, einer Region, die immer wieder von Dürreperioden, Ernteausfällen und Zyklonen betroffen ist. Dort leiden viele Kinder an schwerer Mangelernährung, die unbehandelt lebensbedrohlich sein kann. Dr. Neumann-Volmer erklärt, welche Ursachen hinter der Mangelernährung stehen, wie sie medizinisch behandelt wird und warum schnelle Hilfe entscheidend ist. Oft sind Kinder bereits durch zusätzliche Erkrankungen geschwächt, was die Behandlung noch schwieriger macht.
Auch die Situation im Südsudan ist Teil des Vortrags. Das Land ist seit Jahren von Konflikten, Fluchtbewegungen und instabilen Lebensbedingungen geprägt. Mehr als hunderttausend Menschen leben dort auf der Flucht oder unter prekären Umständen. Dr. Neumann-Volmer berichtet, wie Ärzte ohne Grenzen in dieser Umgebung medizinische Versorgung aufrechterhält, wie Projekte organisiert werden und welche logistischen wie menschlichen Herausforderungen damit verbunden sind. 🚑
Im Laufe des Abends wird deutlich, dass humanitäre Hilfe weit mehr ist als medizinische Behandlung. Ärzte ohne Grenzen arbeitet weltweit in Krisen- und Kriegsgebieten, reagiert auf Naturkatastrophen und setzt sich für den Zugang zu medizinischer Versorgung unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Lage ein. Der Vortrag zeigt anschaulich, wie diese Arbeit konkret aussieht – von der Notaufnahme über Ernährungszentren bis hin zu langfristigen Projekten.
Die Veranstaltung findet in der bigBOX ALLGÄU in Kempten statt, einem Ort, der Raum für Information, Austausch und Begegnung bietet. Organisiert wird der Abend von der bigBOX ALLGÄU GmbH & Co. KG, die mit dieser Veranstaltung bewusst einen Fokus auf Bildung, Erfahrung und globale Zusammenhänge legt. 🎤
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit weiteren Mitarbeitenden von Ärzte ohne Grenzen ins Gespräch zu kommen. Dabei können Interessierte mehr über die weltweiten Einsätze, Arbeitsweisen und Möglichkeiten des Engagements erfahren. Der Abend richtet sich an alle, die sich für globale Gesundheit, humanitäre Arbeit und internationale Zusammenhänge interessieren – unabhängig von fachlichem Hintergrund.
Die Live-Veranstaltung macht deutlich, wie eng das Leben in verschiedenen Teilen der Welt miteinander verbunden ist. Sie lädt dazu ein, hinzuschauen, zuzuhören und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die oft weit entfernt erscheinen, aber globale Bedeutung haben. 🌐
📅 Veranstaltung auf einen Blick
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Datum: Mittwoch, 04. März 2026
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Uhrzeit: 19:00 – 21:00 Uhr
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Ort: bigBOX ALLGÄU, Kempten
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Thema: Als Ärztin in Madagaskar und im Südsudan
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Referentin: Dr. Amy Neumann-Volmer (Ärzte ohne Grenzen)
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Veranstalter: bigBOX ALLGÄU GmbH & Co. KG
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Kategorie: Bildung / Erfahrung