Echos - Frauenstimmen aus der Weltliteratur

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Anna Karenina, Madame Bovary, Jane Eyre, Nora und Phädra gehören zu den bekanntesten Frauenfiguren der Weltliteratur. Doch wie klingen ihre Geschichten, wenn sie selbst zu Wort kommen? Das Kemptener Ensemble gegenSatz bringt mit „ECHOS – Frauenstimmen aus der Weltliteratur“ eine Theatercollage auf die Bühne, die zehn literarische Frauenfiguren aus unterschiedlichen Epochen miteinander verbindet. Zwischen dem 24. Oktober und dem 21. November 2026 ist die Produktion an fünf Terminen und drei Spielorten in Kempten und Durach zu sehen.

In ECHOS – Frauenstimmen aus der Weltliteratur verkörpern fünf Schauspielerinnen insgesamt zehn Frauenfiguren, deren Geschichten von Liebe, Verlust, Macht, Abhängigkeit, Freiheit und Schuld handeln. Die Inszenierung verbindet Schauspiel, Monologe und Musik zu einem Theaterabend, der bekannte literarische Stoffe aus neuen Perspektiven betrachtet. Konzept und Regie stammen von Edina Meizel, die das Ensemble gegenSatz seit vielen Jahren künstlerisch leitet.

Zehn Frauenfiguren, fünf Schauspielerinnen

Die literarische Grundlage reicht von Jean Racine und Gustave Flaubert über Henrik Ibsen, Leo Tolstoi und Arthur Schnitzler bis zu Virginia Woolf, Tennessee Williams, Edward Albee und Ingeborg Bachmann. Ihre Werke stammen aus unterschiedlichen Jahrhunderten und literarischen Traditionen, beschäftigen sich jedoch immer wieder mit ähnlichen Fragen: Welche Erwartungen werden an Frauen gestellt? Wie viel Selbstbestimmung ist innerhalb gesellschaftlicher Strukturen möglich? Und was geschieht, wenn persönliche Wünsche mit den Vorstellungen der Umgebung kollidieren?

Anna Karenina aus Tolstois gleichnamigem Roman steht beispielsweise für den Konflikt zwischen persönlicher Leidenschaft und gesellschaftlichen Normen. Emma Bovary aus Flauberts „Madame Bovary“ sucht nach einem Leben jenseits ihrer als einengend empfundenen Wirklichkeit. Nora aus Ibsens „Ein Puppenheim“ stellt die Rolle infrage, die ihr innerhalb von Ehe und Familie zugewiesen wurde.

Auch Jane Eyre und Phädra gehören zu den Figuren, deren Geschichten in ECHOS aufgegriffen werden. Sie stehen für unterschiedliche Formen von Selbstbehauptung, Leidenschaft und inneren Widersprüchen. Die Inszenierung bringt diese Stimmen in einen gemeinsamen Zusammenhang, ohne die Unterschiede zwischen ihren Lebenswelten aufzulösen.

Auf der Bühne stehen Maria Moschou, Lumen Montalbano, Sandra Müller, Alexandra Dorn und Alexandra Nunner. Jede der fünf Schauspielerinnen übernimmt mehrere Rollen und verleiht den literarischen Figuren eine eigene Stimme. Aus den einzelnen Monologen entsteht eine Collage, in der sich Themen und Konflikte über die Grenzen literarischer Epochen hinweg begegnen.

Wenn Frauenfiguren ihre Geschichten selbst erzählen

Das zentrale Konzept von ECHOS besteht darin, bekannte Frauenfiguren nicht ausschließlich aus der Perspektive ihrer literarischen Schöpfer oder anderer Figuren zu betrachten. Stattdessen rücken ihre eigenen Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte in den Mittelpunkt.

Dabei geht es um Stärke und Verletzlichkeit, um Liebe und Abhängigkeit, um Widerstand und die Suche nach persönlicher Freiheit. Die Figuren sind wütend, leidenschaftlich, widersprüchlich und mitunter kompromisslos. Gerade diese unterschiedlichen Eigenschaften machen deutlich, wie vielfältig Frauen bereits in der klassischen und modernen Literatur dargestellt wurden.

Die Veranstaltung versteht sich nicht als klassische Literaturlesung. Die Texte werden schauspielerisch gestaltet und durch musikalische Beiträge ergänzt. So entsteht eine eigenständige Bühnenform, die literarische Sprache mit körperlichem Ausdruck, Stimme und Musik verbindet.

Schauspiel und Musik im Wechsel

Eine wichtige Rolle übernimmt André Montalbano, der mit Gesang und Moderation durch den Abend führt. Seine musikalischen Zwischenspiele schaffen Übergänge zwischen den Monologen und verbinden die unterschiedlichen literarischen Stimmen.

Zum angekündigten Repertoire gehören unter anderem „Ich träumte einen Traum“ aus dem Musical „Les Misérables“ sowie die „Loreley“. Beide Stücke greifen Themen wie Sehnsucht, Erinnerung und persönliche Schicksale auf und ergänzen damit die inhaltliche Ausrichtung der Theaterproduktion.

Der Wechsel zwischen gesprochenen Texten und Musik gibt den einzelnen Figuren Raum, ohne dass die Inszenierung der Handlung eines bestimmten Romans oder Theaterstücks folgt. Stattdessen entsteht ein Zusammenspiel verschiedener Stimmen, deren Themen sich teilweise überschneiden und teilweise widersprechen.

Eine Produktion des Ensembles gegenSatz

Konzept und Regie stammen von Edina Meizel, die das Kemptener Ensemble gegenSatz seit vielen Jahren künstlerisch leitet. Für ECHOS hat sie literarische Frauenfiguren aus verschiedenen Jahrhunderten zu einer gemeinsamen Theaterproduktion zusammengeführt.

Bereits bei der KunstNacht gab es einen ersten Einblick in die Inszenierung. Nun präsentiert das Ensemble das Stück in voller Länge an mehreren Spielorten im Oberallgäu.

Die Produktion richtet sich an Menschen, die sich für Theater, Literatur und gesellschaftliche Rollenbilder interessieren. Kenntnisse der zugrunde liegenden Werke können zusätzliche Bezüge eröffnen, sind jedoch keine Voraussetzung, um die zentralen Themen der Aufführung nachzuvollziehen.

Fünf Aufführungen an drei Spielorten

Die Aufführungsreihe beginnt am Samstag, 24. Oktober 2026, im Lollipop e. V. in Kempten. Anschließend zieht die Produktion an zwei weitere Spielorte. Insgesamt sind fünf Vorstellungen zwischen Ende Oktober und Ende November angekündigt.

Alle Termine im Überblick:

  • Samstag, 24. Oktober 2026: Lollipop e. V., Freudental 4, 87435 Kempten

  • Freitag, 30. Oktober 2026: KQA e. V., Kottener Straße 54, 87435 Kempten

  • Sonntag, 1. November 2026: KQA e. V., Kottener Straße 54, 87435 Kempten

  • Freitag, 20. November 2026: Villa K, Oberhofer Straße 2, 87471 Durach

  • Samstag, 21. November 2026: Villa K, Oberhofer Straße 2, 87471 Durach

Bei allen Vorstellungen beginnt der Einlass um 18:30 Uhr, die Aufführung startet jeweils um 19:00 Uhr. Der reguläre Eintritt beträgt 18 Euro, ermäßigte Karten kosten 15 Euro.

Mit den drei Spielorten erreicht die Produktion sowohl das Kemptener Theaterpublikum als auch Kulturinteressierte aus Durach und der Umgebung. Die unterschiedlichen Aufführungstermine ermöglichen es, den Theaterabend über einen Zeitraum von knapp vier Wochen zu besuchen.

ECHOS bringt Frauenfiguren aus der Weltliteratur zusammen, deren Geschichten trotz unterschiedlicher Entstehungszeiten Fragen aufwerfen, die bis heute relevant sind. Die Verbindung von Schauspiel, Musik und literarischen Monologen eröffnet einen Zugang zu bekannten Werken und ihren oft widersprüchlichen Protagonistinnen.

🔎 Wichtige Infos auf einen Blick

  • 🎭 Was? ECHOS – Frauenstimmen aus der Weltliteratur, Theatercollage des Ensembles gegenSatz

  • 📅 Zeitraum: 24. Oktober bis 21. November 2026

  • 🎟️ Aufführungen: Fünf Termine an drei Spielorten in Kempten und Durach

  • 🕡 Einlass: Jeweils 18:30 Uhr

  • 🕖 Beginn: Jeweils 19:00 Uhr

  • 📍 24. Oktober: Lollipop e. V., Freudental 4, Kempten

  • 📍 30. Oktober und 1. November: KQA e. V., Kottener Straße 54, Kempten

  • 📍 20. und 21. November: Villa K, Oberhofer Straße 2, Durach

  • 📚 Inhalt: Zehn literarische Frauenfiguren aus unterschiedlichen Epochen der Weltliteratur

  • 🎬 Konzept und Regie: Edina Meizel

  • 👥 Schauspiel: Maria Moschou, Lumen Montalbano, Sandra Müller, Alexandra Dorn und Alexandra Nunner

  • 🎶 Gesang und Moderation: André Montalbano

  • 💶 Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 15 Euro

  • 🎫 Tickets: https://gegensatz.dein-ticket.shop/events/echos-frauenstimmen-weltliteratur-2026

  • 🏛️ Veranstalter: Ensemble gegenSatz

  • 🌐 Weitere Informationen: www.theater-kempten.de

  • 📱 Instagram: @ensemblegegensatz

  • 📧 E-Mail: info@theater-kempten.de

  • ☎️ Telefon: 0163 8652025

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