Frauenaktionstage - Hilfst du noch – oder teilt ihr scho…

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Dieser Abend richtet sich an Paare und alle Interessierten, die sich mit dem Thema gleichberechtigte Sorgearbeit auseinandersetzen und ihre Beziehung bewusst partnerschaftlich gestalten möchten. Auch wenn sich die meisten Paare ein faires Miteinander wünschen, zeigt die Realität oft ein anderes Bild: Die Aufgaben rund um Haushalt, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder die Organisation des Familienalltags sind häufig ungleich verteilt. Das führt nicht selten zu Frust, Konflikten und dem Gefühl, mit der eigenen Belastung nicht gesehen oder wertgeschätzt zu werden.

Doch warum ist die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit so groß? Warum fallen viele Paare, trotz guter Vorsätze, immer wieder in traditionelle Muster zurück? Genau diesen Fragen widmet sich dieser besondere Abend, der zum Nachdenken, Austauschen und Neudenken einlädt.

Die Referent:innen Almut Schnerring und Sascha Verlan, bekannt als Autor:innen der „Rosa-Hellblau-Falle“ und engagierte Stimmen hinter dem Equal Care Day, bringen fundiertes Wissen, gesellschaftliche Perspektiven und alltagsnahe Beispiele mit. Sie zeigen auf, wie tief Rollenbilder und Erwartungen in unserem Denken verankert sind – und wie sie oft unbewusst beeinflussen, wer welche Aufgaben übernimmt. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Verständnis und die Möglichkeit, neue Wege zu finden.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie faire Arbeitsteilung, Mental Load und eine partnerschaftliche Haltung im Familienleben. Mental Load beschreibt die unsichtbare Denkarbeit, die hinter vielen Alltagsaufgaben steckt: Termine koordinieren, an Geburtstage denken, den Überblick über alles behalten. Oft liegt diese Verantwortung bei einer Person – meist bei Frauen – auch wenn die Aufgaben selbst vielleicht geteilt werden. Diese dauerhafte mentale Belastung kann Beziehungen stark beanspruchen.

Der Abend möchte Mut machen, diese Dynamiken offen anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Denn „Equal Care“, also eine gleichberechtigte Verteilung von Sorgearbeit, bringt für alle Beteiligten Vorteile. Studien zeigen: Paare, die Verantwortung teilen, sind langfristig zufriedener, ihre Beziehungen bleiben stabiler, und auch Kinder profitieren von einem partnerschaftlichen Vorbild. Gleichberechtigung im Alltag ist kein theoretisches Ideal, sondern ein wichtiger Schlüssel zu mehr gegenseitiger Wertschätzung und einem gesünderen Miteinander.

In diesem interaktiven Online-Vortrag werden die Teilnehmenden nicht nur informiert, sondern auch zur Reflexion eingeladen. Es geht darum, eigene Muster zu erkennen, neue Perspektiven zu gewinnen und Inspiration für den Alltag mitzunehmen. Wie können Aufgaben fairer verteilt werden? Welche Gespräche braucht es dafür? Und wie gelingt es, Care-Arbeit als gemeinsame Verantwortung zu verstehen?

Dieser Abend bietet einen geschützten Rahmen, um über Herausforderungen zu sprechen, Impulse zu erhalten und konkrete Anregungen für eine partnerschaftliche Zukunft mitzunehmen. Eingeladen sind Paare ebenso wie Einzelpersonen, die sich für Gleichberechtigung und ein gerechtes Zusammenleben interessieren.

Ein Abend voller Denkanstöße, Austausch und Inspiration – für alle, die nicht in alten Rollen stecken bleiben wollen, sondern Beziehung und Familienleben aktiv, fair und gemeinsam gestalten möchten.

 

Keine Anmeldung erforderlich:
Der Link zur Veranstaltung
wird vorab auf der Homepage
www.kempten.de/Frauen-Aktionstage
veröffentlicht

Veranstaltet von: Gleichstellungsstelle Stadt Kempten (Allgäu) und Kempten-Museum im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bewegter Donnerstag“

 

Bild von mollyroselee auf Pixabay

 

Planet Allgäu empfiehlt diese Veranstaltung:

Die Herausforderung, gleichberechtigte Sorgearbeit in Partnerschaften zu etablieren, ist nicht nur eine Frage der fairen Aufgabenteilung, sondern auch tief in gesellschaftliche Strukturen und historische Rollenvorbilder eingebettet. Die traditionelle Rollenverteilung, die Frauen primär für die Care-Arbeit verantwortlich macht, ist ein Überbleibsel patriarchaler Systeme, das in vielen Haushalten weltweit noch immer sichtbar ist. Diese Veranstaltung bietet eine wichtige Plattform, um diese Strukturen kritisch zu hinterfragen und zu durchbrechen. Dabei wird deutlich, dass es nicht nur um die gerechte Verteilung von Aufgaben geht, sondern auch um das Anerkennen und Wertschätzen der oft unsichtbaren Arbeit, die geleistet wird.

In einer Zeit, in der Gleichberechtigung und Diversität immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es entscheidend, dass sich auch familiäre und partnerschaftliche Strukturen diesen Werten anpassen. Die Referent:innen Almut Schnerring und Sascha Verlan bieten nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Ansätze, um konkrete Veränderungen im Alltag umzusetzen. Diese Ansätze sind nicht nur für das individuelle Wohlbefinden von Bedeutung, sondern tragen auch zu einem größeren gesellschaftlichen Wandel bei, der auf Gleichheit und Respekt basiert. Ein solcher Wandel kann dazu beitragen, zukünftigen Generationen ein Rollenverständnis zu vermitteln, das frei von starren Geschlechterklischees ist und echte Chancengleichheit fördert. Die Veranstaltung leistet somit einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen Diskurs über Geschlechterrollen und zeigt Wege auf, wie echte Partnerschaftlichkeit im Alltag gelebt werden kann. 🌍

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