In einer Zeit, in der die Gleichstellung der Geschlechter in vielen Bereichen der Gesellschaft voranschreitet, bleibt die Musikgeschichte oft ein Spiegelbild struktureller Ungleichheiten. Die Veranstaltung in Kempten rückt diesen blinden Fleck ins Bewusstsein und stellt die Frage, warum Werke von Komponistinnen jahrzehntelang in der Versenkung verschwanden. 🎼 Die Erzählung von Mel Bonis, Emilie Mayer, Lili Boulanger und Fanny Hensel zeigt eindrücklich auf, wie tief verwurzelte Vorurteile und gesellschaftliche Normen den Zugang von Frauen zu kreativen Ausdrucksmöglichkeiten beschränkten. Diese vier talentierten Frauen stehen stellvertretend für viele, deren Stimmen in der Musikgeschichte allzu oft ungehört blieben. Durch die Kombination von Film und moderierter Diskussion entsteht ein Raum für Reflexion und Neuentdeckung, der uns ermutigt, die bestehenden Narrative zu hinterfragen und die kulturelle Landschaft vielfältiger zu gestalten. 🎬
Der Abend trägt nicht nur zur Anerkennung der Leistungen von Komponistinnen bei, sondern fördert auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem er die Besucher:innen einlädt, sich aktiv mit den Mechanismen von Exklusion und Inklusion auseinanderzusetzen. 🎶 Die Veranstaltung in Kempten bietet eine wertvolle Plattform, um Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen und zeigt auf, wie kulturelle Institutionen Verantwortung übernehmen können, um marginalisierte Stimmen sichtbar zu machen. Diese Art von Engagement ist ein wichtiger Schritt hin zu einer gerechteren und inklusiveren Kulturwelt, die das Potenzial hat, die gesellschaftlichen Strukturen nachhaltig zu beeinflussen. 📚