Eine Nixe sehnt sich nach der Welt der Menschen und setzt für ihre Liebe alles aufs Spiel: Mit Antonín Dvořáks „Rusalka“ zeigt die Lindauer Marionettenoper eine poetische und zugleich tragische Oper zwischen Märchenwelt und düsteren Abgründen. Die nächsten Vorstellungen finden am 18. und 20. August sowie am 3. September, 9. und 24. Oktober und 12. und 27. Dezember statt. 🧜♀️🎭
Bei Rusalka in der Lindauer Marionettenoper übernimmt ein Ensemble aus Marionetten die Rollen der bekannten Opernfiguren. Gerade die fantastische Welt aus Wassergeistern, Nixen und Menschen machte den Stoff für das Figurentheater interessant. Für die Inszenierung wurde sogar die Bühnenmaschinerie verändert und um zusätzliche technische Möglichkeiten erweitert.
Im Mittelpunkt steht Rusalka, eine Nixe, die ein Mensch werden möchte. Dvořáks Oper basiert auf einem Libretto von Jaroslav Kvapil und greift Motive slawischer Erzählungen über Wassergeister auf. Die Geschichte weist zugleich Parallelen zu Stoffen wie „Undine“ und Hans Christian Andersens „Die kleine Meerjungfrau“ auf – führt ihre Figuren allerdings nicht zu einem glücklichen Ende. 🌊
Für die Lindauer Marionettenoper bedeutete das Stück auch einen bewussten Wechsel der Tonlage. Statt einer heiteren Produktion entstand eine Inszenierung, die das Märchenhafte mit Melancholie, Dunkelheit und Tragik verbindet. Liebe und Enttäuschung, Hoffnung und Verzweiflung bestimmen die Geschichte.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Bewegungsspiel der Marionetten. Die Bewegungen der Figuren orientieren sich eng an der Musik und werden choreografisch gestaltet. Weil Marionetten keine Mimik besitzen, müssen Gefühle über Körperhaltung und Gesten vermittelt werden – schon kleine Veränderungen einer Kopfbewegung können dabei den Ausdruck bestimmen. 🎶
Auch die Gestaltung der Figuren ist eng mit der Inszenierung verbunden. Puppenbauer Martin Gobsch und Bernhard Leismüller waren für den Puppenbau verantwortlich, die Figurenentwürfe und Puppenköpfe stammen von Gobsch. Bernhard Leismüller übernahm zudem Kostümschneiderei, Bühnenbild, Dramaturgie und Regie.
Dvořáks lyrische Oper in drei Akten wird in deutscher Sprache gespielt und dauert einschließlich Pause rund 130 Minuten. Zusätzlich gibt es Übertitel in deutscher und englischer Sprache. Für diese Produktion empfiehlt die Lindauer Marionettenoper ein Mindestalter von 14 Jahren. 🎼
Die Veranstaltung gehört zum Spielplan der Lindauer Marionettenoper im Stadttheater Lindau. Weitere Vorstellungen sind auch für Dezember angekündigt; außerdem ist der 9. Januar als weiterer Termin genannt. Karten sind über die Theaterkasse des Stadttheaters erhältlich. 🎟️
🔎 Wichtige Infos auf einen Blick
🎭 Was? „Rusalka – Die kleine Seejungfrau“ von Antonín Dvořák
📍 Wo? Lindauer Marionettenoper im Stadttheater Lindau
📅 Nächste Termine? 18. und 20. August, 3. September, 9. und 24. Oktober, 12. und 27. Dezember sowie 9. Januar
🎼 Werk? Lyrische Oper in drei Akten
✍️ Libretto? Jaroslav Kvapil
⏱️ Dauer? Rund 130 Minuten inklusive Pause
🗣️ Sprache? Deutsch
💬 Übertitel? Deutsch und Englisch
👥 Altersempfehlung? Ab 14 Jahren
🎨 Regie, Dramaturgie und Bühnenbild? Bernhard Leismüller
🪆 Puppenbau? Martin Gobsch und Bernhard Leismüller