Zwei Generationen, zwei unterschiedliche Lebenswelten und eine Begegnung, die beide Figuren verändert: Das Theaterkästle Altusried bringt im Oktober 2026 Lutz Hübners Jugenddrama „Das Herz eines Boxers“ auf die Bühne. Premiere ist am Samstag, 3. Oktober 2026, um 20 Uhr. Insgesamt sind bis zum 25. Oktober elf Aufführungen geplant, freitags und samstags jeweils um 20 Uhr sowie sonntags um 19 Uhr.
Bei Das Herz eines Boxers im Theaterkästle Altusried trifft der Jugendliche Jojo auf Leo, einen ehemaligen Preisboxer, der inzwischen im Altersheim lebt. Jojo steckt selbst in einer schwierigen Situation: Für den Boss seiner Clique hat er eine Bewährungsstrafe wegen Diebstahls übernommen, Anerkennung bringt ihm das nicht. Eine Lehrstelle hat er nicht, auch sonst sieht er für sich zunächst wenig Perspektive.
Dann wird Jojo zu Arbeiten in einem Altersheim verpflichtet. Dort soll er Wände streichen und begegnet Leo, der anfangs kaum mit ihm spricht. Erst nach und nach verändert sich die Situation – und Jojo merkt, dass hinter dem schweigsamen alten Mann eine Geschichte steckt, mit der er nicht gerechnet hat.
Aus der zunächst unfreiwilligen Begegnung entwickelt sich eine Freundschaft zwischen zwei Menschen, deren Lebenswelten weit auseinanderliegen. Der junge Jojo und der alte Boxer Leo beginnen, einander anders wahrzunehmen. Gerade diese Konstellation bildet den Kern des Zwei-Personen-Stücks von Lutz Hübner.
„Das Herz eines Boxers“ entstand bereits 1996. Zwei Jahre später wurde das Stück mit dem Deutschen Jugendtheater-Preis ausgezeichnet. Die Geschichte konzentriert sich auf den Austausch der beiden Figuren und verbindet ernste Themen mit humorvollen Momenten und überraschenden Entwicklungen.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Altersunterschiede. Auch Fragen nach Anerkennung, Selbstwert, Verantwortung und neuen Perspektiven ziehen sich durch das Stück. Jojo beginnt seine Geschichte in einer Situation, in der andere über ihn bestimmen und er selbst kaum einen Weg nach vorne erkennt. Mit Leo tritt ihm eine Figur gegenüber, die ebenfalls an einem Punkt angekommen ist, an dem Veränderung zunächst kaum vorstellbar scheint.
Die Altusrieder Produktion entsteht unter der Regie von Harald Holstein. Verantwortlich ist das Theaterkästle Altusried, das seit Jahrzehnten einen festen Platz im Kulturleben des Ortes hat. Das kleine Theater wurde 1985 von Altusrieder Amateurschauspielern gegründet und in ehrenamtlicher Arbeit in einer ehemaligen Turnhalle aufgebaut.
Hinter dem Theater steht eine lange Tradition des Altusrieder Amateurtheaters. Die Beteiligten wollten nicht nur in größeren Abständen bei den bekannten Freilichtspielen mitwirken, sondern eine kontinuierliche Spielzeit aufbauen. Daraus entstand das Theaterkästle mit einem Programm, das heute von Oktober bis Mai reicht.
Nach den Angaben des Theaters werden während einer Spielzeit sechs verschiedene Inszenierungen gezeigt, jeweils mit mindestens elf Aufführungen. Das Repertoire reicht von Klassikern über Boulevardstücke bis zu zeitgenössischem Theater. Ergänzt wird das Programm durch weitere Formate wie Matineen, Lesungen und das seit 2019 veranstaltete Kleinkunst-Festival „Gäste im Kästle“.
Auch baulich hat sich das Theater im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Mehrere Umbauten brachten unter anderem ein größeres Foyer, eine Probebühne, neue Bestuhlung und eine erneuerte Außenfassade. Für deren Gestaltung erhielt das Kästle 2019 den internationalen „brillux design award“.
Die Arbeit des Theaters wurde bereits zuvor mehrfach ausgezeichnet. 1994 erhielt das Theaterkästle den Anerkennungspreis der Bayerischen Volksstiftung, 1996 folgte die „Silberne Distel“ der Augsburger Allgemeinen und der Allgäuer Zeitung. 1998 wurde das Theaterkästle außerdem mit dem Kulturpreis des Landkreises Oberallgäu im Rahmen des 3. Bayerischen Heimatpreises ausgezeichnet.
Getragen wird das Haus vom Verein Allgäuer Theaterkästle Altusried e.V. und zahlreichen Altusrieder Mitgliedsvereinen. Dazu zählen unter anderem die Chorgemeinschaft Altusried, der Frauenbund, der Gartenbauverein, die Landjugend, das Musische Zentrum, die Theaterfreunde Altusried, der Trachtenverein und der TSV Altusried. Die Organisation des Hauses basiert damit wesentlich auf ehrenamtlichem Engagement.
Für „Das Herz eines Boxers“ sind im Oktober insgesamt elf Termine angesetzt. Nach der Premiere am 3. Oktober folgen Aufführungen am 4., 9., 10., 11., 16., 17., 18., 23., 24. und 25. Oktober. Einige Termine sind als Abo-Vorstellungen ausgewiesen, mehrere weitere gehen in den freien Verkauf.
Der Kartenvorverkauf startet am 31. August 2026. Für Freitag und Samstag ist der Beginn jeweils auf 20 Uhr festgelegt, an den Sonntagen startet die Vorstellung bereits um 19 Uhr. Damit läuft die Veranstaltung über fast den gesamten Oktober und bietet mehrere Möglichkeiten, die Produktion in Altusried zu sehen.
🔎 Wichtige Infos auf einen Blick
- 🎭 Was? „Das Herz eines Boxers“ – Jugenddrama von Lutz Hübner
- 📍 Wo? Theaterkästle Altusried
- 🎬 Produktion: Theaterkästle Altusried
- 🎟️ Premiere: Samstag, 3. Oktober 2026, 20:00 Uhr
- 📅 Weitere Termine: 4., 9., 10., 11., 16., 17., 18., 23., 24. und 25. Oktober 2026
- 🕗 Freitag und Samstag: Beginn jeweils um 20:00 Uhr
- 🕖 Sonntag: Beginn jeweils um 19:00 Uhr
- 🎫 Kartenvorverkauf: ab 31. August 2026
- 👥 Stück: Zwei-Personen-Drama über Jojo und den ehemaligen Preisboxer Leo
- 🏆 Auszeichnung: Deutscher Jugendtheater-Preis 1998
- 🎥 Regie: Harald Holstein
- 🏛️ Theater: seit 1985 in Altusried
- 🌐 Theaterprogramm: https://www.theaterkaestle.de/index.php/theaterprogramm
- 🎟️ Karten & Preise: https://www.theaterkaestle.de/index.php/karten-preise