Chimera beim Tanzherbst in Kempten

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Schlange, Ziege und Löwe bilden die drei Kapitel eines Tanzabends über Illusion und Wahrnehmung: „Chimera“ von Eira Riera ist am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 20 Uhr beim Tanzherbst im TheaterOben des Stadttheaters Kempten zu sehen. Das Stück greift das mythische Wesen der Chimäre auf und übersetzt seine drei Tiergestalten in unterschiedliche Bewegungs-, Licht- und Klangwelten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie verführerisch etwas wirken kann, das möglich erscheint und dennoch nicht real ist.

Chimera beim Tanzherbst in Kempten nähert sich diesem Gedanken in drei klar voneinander geprägten Abschnitten. Jeder Teil steht für eines der Tiere, aus denen die mythologische Chimäre besteht: Schlange, Ziege und Löwe. Ihre jeweiligen Eigenschaften und Symboliken bestimmen die choreografische Sprache. 🐍 Aus diesen unterschiedlichen Kapiteln entwickelt sich eine zusammenhängende tänzerische Erzählung.

Die Illusion ist dabei nicht nur Thema, sondern auch gestalterisches Prinzip. Bewegung, Licht und Klang greifen ineinander und lassen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit bewusst unscharf werden. Die Bühne wird zu einem Raum, in dem Wahrnehmungen wechseln und scheinbar eindeutige Situationen ihre Bedeutung verändern können. 🎭 So richtet sich der Blick immer wieder darauf, wie schnell das Mögliche und das Tatsächliche miteinander verschmelzen.

Getanzt wird „Chimera“ von Eira Riera Ribas. Präzise choreografierte Bewegungsfolgen und wechselnde Rhythmen prägen ihre Performance. Mal entstehen fließende Linien, mal klar konturierte oder überraschende Bewegungen. Jede dieser Qualitäten trägt dazu bei, den drei Tierfiguren einen eigenen Charakter zu geben.

Die Schlange eröffnet dabei eine mögliche Assoziationswelt von Beweglichkeit, Veränderung und Instinkt. Die Ziege bringt eine andere körperliche Qualität in die Choreografie, während der Löwe wiederum eine eigene Präsenz und Dynamik erhält. Das Stück setzt diese Unterschiede nicht isoliert nebeneinander, sondern entwickelt Übergänge und Verbindungen zwischen ihnen. 🦁 Dadurch entsteht eine Dramaturgie, die von Kapitel zu Kapitel neue Perspektiven auf dasselbe Grundthema eröffnet.

Eine wichtige Rolle spielt die Lichtgestaltung. Sie unterstützt nicht nur die einzelnen Szenen, sondern verändert die Wahrnehmung der Bewegungen und des Bühnenraums. Licht kann Konturen hervorheben, verschwinden lassen oder eine Situation in einen anderen Zusammenhang stellen. 💡 Gemeinsam mit dem Klang entsteht so eine visuelle und akustische Ebene, die eng mit dem Tanz verbunden ist.

Der Titel verweist auf ein Wesen, das selbst aus mehreren Teilen zusammengesetzt ist. Genau diese Mehrdeutigkeit passt zur Grundidee des Stücks. Eine Chimäre kann für etwas stehen, das in der Vorstellung existiert, sich aber der konkreten Wirklichkeit entzieht. In der Performance wird daraus die Frage, wann eine Illusion lediglich Täuschung bleibt und wann sie eine eigene, erfahrbare Wahrheit entwickelt.

Beim Tanzherbst in Kempten erhält „Chimera“ damit einen Platz für eine reduzierte, konzentrierte Form des zeitgenössischen Tanzes. Im TheaterOben steht nicht ein großes Ensemble im Zentrum, sondern eine einzelne Tänzerin und die Beziehung ihres Körpers zu Raum, Licht und Klang. Diese Konzentration ermöglicht es, kleine Veränderungen der Bewegung ebenso wahrzunehmen wie größere rhythmische oder visuelle Wechsel. 💃

Die Veranstaltung fordert das Publikum dazu auf, die eigene Wahrnehmung zu überprüfen, ohne eine eindeutige Interpretation vorzugeben. Was als Traum erscheint, kann körperlich konkret wirken. Was real scheint, kann sich im nächsten Moment wieder auflösen. Gerade diese Unsicherheit bildet einen wesentlichen Teil der choreografischen Idee.

Die drei Kapitel von „Chimera“ funktionieren deshalb nicht nur als unterschiedliche Bilder. Sie entwickeln verschiedene Zugänge zu Instinkt, Symbolik und Vorstellungskraft. Schlange, Ziege und Löwe werden nicht einfach dargestellt, sondern in Bewegungsqualitäten übersetzt. Klang und Licht verstärken die jeweiligen Charaktere und tragen dazu bei, dass sich jeder Abschnitt vom vorherigen unterscheidet. 🎶

Der Abend ist damit weniger als lineare Geschichte angelegt denn als Reise durch wechselnde Wahrnehmungsräume. Wiederkehrende Bewegungen, neue Rhythmen und Veränderungen des Lichts können dabei vertraute Situationen in ein anderes Verhältnis setzen. Das Publikum erlebt, wie aus denselben Grundelementen immer neue Bilder entstehen und wie schnell eine klare Grenze zwischen Wirklichkeit und Vorstellung verschwinden kann.

Zu sehen ist „Chimera“ am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 20 Uhr im TheaterOben des Stadttheaters Kempten. Tickets kosten regulär 32 Euro, ermäßigte Karten sind für 7,50 Euro erhältlich. 🎟️ Der Tanzherbst verbindet an diesem Abend damit zeitgenössische Choreografie mit einer Arbeit, die sich intensiv mit Illusion, Traum und Wahrnehmung auseinandersetzt.

Eira Riera Ribas entwickelt aus der mythischen Chimäre eine körperliche und visuelle Untersuchung dreier unterschiedlicher Charaktere. Schlange, Ziege und Löwe werden zu Ausgangspunkten für Bewegung, Licht und Klang und führen durch drei eigenständige Kapitel. So entsteht eine Performance, in der nicht die eindeutige Antwort zählt, sondern die fortlaufende Verschiebung zwischen dem, was wirklich ist, und dem, was nur wirklich zu sein scheint. ✨

🔎 Wichtige Infos auf einen Blick

  • 💃 Was? „Chimera“ von Eira Riera
  • 🎭 Rahmen: Tanzherbst in Kempten
  • 📅 Wann? Mittwoch, 21. Oktober 2026
  • 🕗 Beginn: 20:00 Uhr
  • 📍 Wo? Stadttheater Kempten, TheaterOben
  • 🎟️ Tickets: 32,00 Euro | 7,50 Euro ermäßigt
  • 👤 Tänzerin: Eira Riera Ribas
  • 🐍 Konzept: Drei Kapitel nach Schlange, Ziege und Löwe
  • 💡 Schwerpunkte: Illusion, Wahrnehmung, Traum, Bewegung, Licht und Klang
  • 📱 Instagram: @eira.rr
  • 📷 Foto: © Riera
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Ort:
Theater in Kempten, Kempten