Eine Komödie über die Liebe nach dem Happy End kommt am Donnerstag, 8. Oktober 2026, nach Sonthofen. Um 20 Uhr zeigt die Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V. im 1803 Store „Es war die Lerche – Liebe, Lärm und andere Lästigkeiten“ nach Ephraim Kishon. Mit Musik, pointierten Dialogen und zahlreichen Shakespeare-Zitaten stellt das Stück eine ebenso einfache wie folgenreiche Frage: Was wäre eigentlich geschehen, wenn Romeo und Julia überlebt hätten?
Die Es war die Lerche im 1803 Store Sonthofen gedachte Geschichte setzt genau dort an, wo William Shakespeares berühmte Tragödie eigentlich endet. 🎭 Julia erwacht rechtzeitig, Romeo bleibt ebenfalls am Leben, die beiden heiraten – und 29 Jahre später ist von der großen romantischen Verklärung nicht mehr allzu viel übrig. Statt ewiger Liebe wartet im Verona des Jahres 1623 vor allem ein ziemlich gewöhnlicher Ehealltag.
Romeo arbeitet inzwischen als erschöpfter Ballettlehrer, Julia führt den Haushalt, und zwischen beiden haben sich Routine und Streit breitgemacht. 💔 Aus dem Paar, dessen Geschichte für große Leidenschaft steht, sind zwei Menschen geworden, die sich mit den kleinen und größeren Reibungen einer langjährigen Beziehung auseinandersetzen müssen. Ephraim Kishon nutzt diese Ausgangslage für eine satirische Fortsetzung von „Romeo und Julia“, die den romantischen Mythos mit viel Humor auf den Boden des Alltags holt.
Zusätzliche Unruhe bringt die gemeinsame Tochter Lucretia. Sie befindet sich mitten in der Pubertät und hält ihre Eltern in Liebesfragen für ausgesprochen wenig kompetent. 😄 Damit verschiebt sich der Blick auf die berühmte Liebesgeschichte noch einmal: Nicht nur Romeo und Julia müssen sich mit ihrem eigenen Mythos auseinandersetzen, sondern auch die nächste Generation hat dazu eine klare Meinung.
Als wäre dieser familiäre Konflikt noch nicht genug, erscheint plötzlich der Geist William Shakespeares. 👻 Der Dichter hat mit der unerwarteten Fortsetzung seiner Geschichte offenbar ein Problem und möchte sein Werk nun doch noch zu dem Ende bringen, das ursprünglich vorgesehen war. Romeo und Julia sollen also nachträglich sterben, damit die bekannte Tragödie endlich wieder ihre gewünschte Form erhält.
Doch auch dieser Plan entwickelt sich anders als gedacht. Lucretia verliebt sich in Shakespeare und möchte mit ihm die Welt und die Liebe entdecken. ❤️ Romeo wiederum reagiert darauf alles andere als begeistert. Aus Eheproblemen, Generationenkonflikt und literarischer Selbstironie entsteht so ein Geflecht aus immer neuen Auseinandersetzungen.
Kishons Komödie spielt dabei bewusst mit der Vorstellung, dass große Liebesgeschichten vor allem deshalb so makellos erscheinen, weil sie irgendwann enden. Was geschieht, wenn nach den berühmten Worten plötzlich noch Jahrzehnte gemeinsames Leben folgen? 🕰️ „Willst du schon gehn? Der Tag ist ja noch fern“ klingt unter diesen Voraussetzungen ganz anders, wenn später Haushalt, Beruf, pubertierende Kinder und alltägliche Meinungsverschiedenheiten warten.
Der Reiz des Stücks liegt deshalb auch im Kontrast zwischen literarischem Ideal und menschlicher Realität. Shakespeare-Zitate werden nicht einfach übernommen, sondern in einen neuen Zusammenhang gestellt und zum Teil der Komik. 📖 Wer „Romeo und Julia“ kennt, entdeckt dadurch zahlreiche Bezüge; zugleich funktioniert die Handlung auch als eigenständige Ehe- und Familienkomödie.
Auf der Bühne stehen Regina Gisbertz, Andreas Erfurth und Martin Radecke. Die Regie übernimmt Kai Frederic Schrickel, für die musikalische Leitung ist Tilman Ritter verantwortlich. 🎶 Die Musik gehört damit ausdrücklich zum Konzept der Inszenierung und ergänzt die satirische Auseinandersetzung mit Shakespeare und seinem berühmtesten Liebespaar.
Als Veranstaltungsort dient der 1803 Store Sonthofen in der Berghofer Straße 19. Dort beginnt die Aufführung um 20 Uhr und ist bis 22 Uhr angekündigt. 🎟️ Angaben zu Eintrittspreisen oder zum Vorverkauf enthält die vorliegende Veranstaltungsankündigung nicht.
Veranstaltet wird der Theaterabend von der Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V. Damit steht Anfang Oktober eine Bühnenproduktion auf dem Programm, die ein bekanntes Stück Literaturgeschichte nicht einfach neu erzählt, sondern dessen vermeintliches Ende konsequent weiterdenkt. Aus tragischer Jugendliebe wird eine langjährige Ehe, aus Shakespeare selbst eine Bühnenfigur – und aus der Frage nach dem Tod von Romeo und Julia eine Komödie über das Zusammenleben.
„Es war die Lerche“ betrachtet die Liebe damit weniger als perfekten Zustand denn als etwas, das sich im Alltag behaupten muss. 💬 Streit, Müdigkeit, Eifersucht und die Sicht einer selbstbewussten Tochter gehören ebenso dazu wie Erinnerungen an frühere Leidenschaft. Gerade dieser Perspektivwechsel liefert den Stoff für einen Theaterabend, der Shakespeare kennt, aber Kishons eigenen satirischen Weg geht.
🔎 Wichtige Infos auf einen Blick
- 🎭 Was? „Es war die Lerche – Liebe, Lärm und andere Lästigkeiten“, Komödie mit Musik nach Ephraim Kishon
- 📅 Wann? Donnerstag, 8. Oktober 2026
- 🕗 Uhrzeit: 20 bis 22 Uhr
- 📍 Wo? 1803 Store Sonthofen, Berghofer Straße 19, Sonthofen
- 🎬 Regie: Kai Frederic Schrickel
- 🎶 Musikalische Leitung: Tilman Ritter
- 👥 Mitwirkende: Regina Gisbertz, Andreas Erfurth und Martin Radecke
- 📖 Inhalt: Satirische Fortsetzung von „Romeo und Julia“, 29 Jahre nach dem vermeintlichen Tod des Liebespaares
- ✨ Besonderheiten: Musik, pointierte Dialoge und zahlreiche Shakespeare-Zitate
- 🏢 Veranstalter: Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V.
- ✉️ Kontakt: info@kulturgemeinschaft-oberallgaeu.de
- ☎️ Telefon: 08323 98 92 69 1